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Dieser Artikel wurde am 16. August 2006 um 09:17 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Gepflogenheiten bei der Mülltrennung werden untersucht

Fortschreibung des Abfallwirtschaftskonzeptes des Landkreises Rügen

Rügen (apf). Die Abfallwirtschaft für Rügen (AfR) als Eigenbetrieb des Landkreises hat die gab Designer und Ingenieure mbH (gab) mit der Erstellung des Abfallwirtschaftskonzepts 2007 beauftragt. Die gab Designer und Ingenieure mbH hat bereits das Abfallwirtschaftskonzept 1995 für die Insel Rügen erstellt sowie im Jahr 1998 überarbeitet. Im Rahmen der Erarbeitung des Abfallwirtschaftskonzeptes des Landkreises führt die gab derzeit Restmüllanalysen durch. Acht Jahre liegt es zurück, dass im Zuge der Fortschreibung des Abfallwirtschaftskonzeptes aus 1995 eine Sortierung des Restmülls auf der Insel erfolgte. Das war von Ingenieur Dirk Henssen von der gab zu erfahren.

In der mächtigen Sortierhalle in Samtens wurde in der vergangenen Woche der Restmüll stichprobenartig in seine Bestandteile sortiert, um festzustellen, wie sich dieser zusammensetzt, und entsprechend reagieren zu können. Denn Mülltrennung ist nicht nur aus ökologischer Sicht, sondern besonders auch aus Gründen der Sicherheit und der Kosten eine wichtige Sache. Glas beispielsweise hat ebensowenig im Restmüll etwas zu suchen wie Batterien, Elektronikschrott, Papier, organische Abfallstoffe oder auch Medikamente oder Chemikalien, wozu auch Farben und Lacke gehören. Mehr als eine Tonne Restmüll aus den verschiedenen Regionen der Insel wurde unter den Bedingungen der touristischen Hochsaison analysiert. Im Oktober wird es erneut eine solche Sortierung geben. Dann können Aussagen zum Müllbewusstsein der Rüganer getroffen werden. Doch eines steht heute schon außer Frage: Mülltrennung spart Kosten. Dem Landkreis und jedem Einzelnen selbst. Dem ersten Eindruck nach, so Henssen, fällt auf, dass Batterien nicht mehr so im Restmüll entsorgt werden, wie noch 1998. Auch beim Papier und Glas wird deutlich, dass hier die auf der Insel vorhandenen Entsorgungssysteme genutzt werden, um den Restmüll zu schonen. Schlimmer ist es bei Bioabfällen, deren man sich nach wie vor über den Restmüll entledigt. Gerade das verursacht Kosten, weil Bioabfall durch den Wassergehalt vom Gewicht her schwer ist. Fragen zur Mülltrennung beantwortet Ihnen der Abfallkalender der AfR. Und wenn Sie weiterführende Fragen haben, steht Ihnen Torsten Ewert unter der (03 83 06) 22 13 Rede und Antwort.