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Dieser Artikel wurde am 07. Februar 2007 um 04:19 Uhr in der Rubrik Wirtschaftsnachrichten veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Gemeinsame Strategie für Ausbau entwickeln

Ausbau der Landebahn des Flugplatzes und auch Instrumentenflug ermöglichen

Rügen (apf). Der weitere Ausbau des Verkehrslandeplatzes Güttin muss vorangetrieben werden, um die Standortqualität der Region Rügen - Stralsund - Vorpommern zu erhöhen. Darüber sind sich Kreistag, Landkreisverwaltung und die regionalen Wirtschaftsverbände einig. Seit 2005 schreibt eine EU-Richtlinie die notwendige Verlängerung der Landebahn von 900 Metern auf mindestens 1.200 Meter vor. Deshalb könne der Flugverkehr derzeit nur eingeschränkt realisiert werden. Und das, obwohl in diesem Verkehrslandeplatz für Tourismus und Wirtschaft der Insel große Potenziale liegen. Wir wollen den Ausbau der Landebahn und auch den Instrumentenflug ermöglichen, so Landrätin Kerstin Kassner im Juni vergangenen Jahres während einer Beratung des Wirtschaftsausschusses des Kreistages. Damit könnten dann zweimotorige Maschinen mit bis zu 60 Fluggästen das Rollfeld Güttin nutzen. Auf diesem Wirtschaftsausschuss formulierte Ausschussvorsitzender Uwe Ahlers: Das Innenministerium empfiehlt dem Landkreis, die Investition Güttin sein zu lassen. Doch er gab auch zu bedenken, dass dies so nicht gehe, weil der Verkehrslandeplatz eine für die wirtschaftliche Entwicklung der Insel notwendige Größe sei. Deshalb wolle man in der Wirtschaft, auf Rügen und auch im Bundesgebiet, um Fürsprecher ersuchen. Wir wollen Wirtschaftskapitäne an den Tisch holen.

Diese waren nun zum 30. Januar dieses Jahres in das Binzer Arkona-Strandhotel eingeladen. Die Umsetzung dieses für uns so wichtigen Vorhabens ist aber ohne die Unterstützung der gewerblichen Wirtschaft nicht möglich, hieß es in der Einladung zur Informationsveranstaltung. Im Rahmen eines Sachvortrages wurden die anwesenden Gäste, vorwiegend Hoteliers, über den derzeitigen Planungsstand und die konkreten Ausbaupläne informiert. Ebenso wurden Vorteile und Erfordernisse zum Ausbau des Verkehrslandeplatzes Güttin durch diese Veranstaltung zur Diskussion gestellt. Bereits vor Ostern soll es eine weitere Zusammenkunft geben, in deren Rahmen sich die Inselwirtschaft zum Projekt positionieren und ihre Rolle bei der Förderung des Projektes festschreiben sollte. Die Gesamtkosten für den Ausbau belaufen sich immerhin, einschließlich der Eigenmittel, auf rund 7,5 Millionen Euro. Für die Restleistungen im Rahmen des zum Abschluss stehenden Planfeststellungsverfahrens sind durch den Landkreis in 2007 noch 48.000 Euro aufzubringen. Für den Betrieb des ausgebauten Flugplatzes werden dann jährlich knapp 254.000 Euro Betriebs- und Bewirtschaftungskosten fällig.