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Dieser Artikel wurde am 15. August 2007 um 06:24 Uhr in der Rubrik Titelthema veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Gemeinde stimmt Hangbebauung nicht zu

Projekt Mönchgut Therme Rügen soll an einem Alternativstandort entstehen

Von Robby Günther

Ostseebad Göhren. Harter Schlagabtausch in der Gemeindevertretung! Die politischen Verantwortungsträger haben sich während ihrer Sitzung am Montagabend über die geplante Bebauung des Nordhangs gestritten. Zur Beratung und Beschlussfassung stand unter Tagesordnungspunkt 6.5. das Projekt Mönchgut Therme Rügen hier die Standortentscheidung! Das Gesundheitsprojekt soll an der sensiblen Hanglage vis a vis dem Areal des Kleinbahnhofs entstehen. Der vom Investor favorisierte Standort des Vorhabens befindet sich im Außenbereich und ist im rechtskräftigen B-Plan Nr. 5 Nordstrand nicht erfasst. Im rechtskräftigen F-Plan ist der Standort nicht mit einer Baufläche überplant.

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So sollte das geplante Vorhaben Mönchgut Therme Rügen am Hang vis a vis dem Kleinbahnhof einmal aussehen. Bei dem Entwurf handelt es sich um eine Zeichnung des Nautilla Planungsbüros Düren. Mit der Ablehnung muss nunmehr ein Alternativstandort gefunden werden. Repro: (RA)

Der vorgestellte Entwurf wurde am 1. August im Bauausschuss ausführlich beraten. Auch während dieser Sitzung gingen die Meinungen zum Standort weit auseinander, wie diese Zeitung erfahren konnte. Die anwesenden Gemeindevertreter stimmten am Montagabend dem Beschlussvorschlag mit sechs Ja-Stimmen und einer Nein-Stimme bei einer Enthaltung nicht zu! Das von der Waldhotel Göhren GmbH befürwortete Projekt sollte ursprünglich im Rahmen eines Bürgerentscheids zur Abstimmung über den Standort gebracht werden. Bürgerentscheide sind aber laut Kommunalverfassung M-V, Paragraf 20, mit Blick auf die Bauleitplanung nicht zulässig, wie es am Montag seitens Bürgermeisterin Carola Koos (CDU) hieß. Deswegen forderte die Gemeindechefin von ihren Abgeordneten eine Grundsatzentscheidung:

Der Investor will heute ein Ja oder Nein zum Standort haben, begründete sie gegenüber Hans-Harald Ott (SPD) eine gewisse Dringlichkeit der Entscheidung. Ott wollte in den Beschluss die Ergänzung vorerst nicht zu einfügen.

Dies stieß bei einer Mehrheit der Abgeordneten nicht auf Zustimmung. Wir haben nach der Entscheidung die Aufgabe, mit dem Investor einen Alternativstandort zu suchen und zu finden. Denn die Gesundheitseinrichtung in Form einer Therme ist ja politisch in Göhren gewünscht, unterstrichen mehrere Redner während der Debatte. So zählte die Bürgermeisterin mögliche Flächen am Süd- bzw. Nordstrand auf, die als Alternative zur Verfügung stehen könnten. Für Koos und andere Gemeindevertreter ging es auch um die Grundsätzlichkeit der Entscheidung: Stimmen wir einem Bauvorhaben am Nordhang zu, müssen wir weitere Anträge im Zuge der Gleichberechtigung auch genehmigen, gab Koos zu bedenken. Hans-Harald Ott erinnerte die Anwesenden daran, dass man den Nordhang so oder so stabilisieren müsse, um die bestehende Besiedelung auf dem Hang zu sichern. Wir werden im Hang bauen müssen, um diesen Bereich zu sichern. Diese Aufgabe kommt entweder als Gemeinde auf uns zu oder wir finden Dritte, die diese Sicherung vornehmen, so der stellvertretende Bürgermeister, der sich während der Abstimmung seiner Stimme schließlich enthielt.

Edwin Kopplin (SPD), Vorsitzender des Bauausschusses, zeigte den weiteren Verlauf des Verfahrens auf. Nach der Standortfindung müssen Fachleute die entsprechenden Bohrungen vornehmen, um herauszufinden, wo in welcher Tiefe Thermalwasser für den Betrieb des geplanten Vorhabens zu finden sei. Wenn die Gutachten vorliegen, kann die Gemeinde gemeinsam mit dem Investor an der baulichen Umsetzung der Mönchgut Therme Rügen arbeiten. In dem vorliegenden Beschlussvorschlag wurde auf die Versickerungsproblematik am Nordhang eingegangen. Durch den Baueingriff in den Hang gibt es eine wesentlich negative Beeinflussung. Hierbei geht es um die Verschärfung der Verbringung des Oberflächenwassers.

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