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Dieser Artikel wurde am 06. Dezember 2006 um 14:36 Uhr in der Rubrik Vogelgrippe (Aktuell) veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Geflügelpestrisiko ist weiterhin hoch

Landesagrarministerium weist auf Aufstellungspflicht hin

Schwerin/Rügen (gü/RA). Die Veterinäre des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern und einzelner Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter der Landkreise und kreisfreien Städte, sowie Ornithologen des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie einschließlich der Beringungszentrale Hiddensee haben eine erneute Lagebewertung hinsichtlich des Geflügelpestrisikos in unserer Region vorgenommen, teilte der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus (SPD) dieser Tage in seinem Ministeirum in Schwerin mit.

An den getroffenen Aufstallungsregelungen muss deshalb zunächst festgehalten werden. Auf Grund der anhaltenden warmen Witterung ist der Herbstvogelzug in diesem Jahr noch nicht abgeschlossen. Nach den ornithologischen Beobachtungen ist ein Großteil der Zugvögel noch nicht eingetroffen bzw. noch nicht in wärmere Gebiete weiter gezogen. Zudem zeigen die Überwachungsuntersuchungen der letzten Jahre, dass im Herbst und Winter eines jeden Jahres mit gehäuften Influenza-A-positiven Untersuchungsbefunden bei freilaufendem Hausgeflügel und bei Wildvögeln gerechnet werden muss. Hierbei handelt es sich zwar stets um niedrig pathogene Influenza-A-Viren, von denen aber bekannt ist, dass bestimmte Subtypen wie H5 und H7 zu hoch pathogenen Varianten mutieren können. In mehreren Hausgeflügelbeständen verschiedener Bundesländer wurden vereinzelt bei Enten und Gänsen ab September diessn Jahres niedrig pathogene H5-Reagenten festgestellt, wie es in diesem Zusammenhang weiter heißt.

Minister Backhaus weist darauf hin, dass nach der letzten Risikoanalyse des Friedrich-Loeffler-Institutes vom 1. Dezember 2006 das Risiko einer Infektion von Nutzgeflügelbeständen in Deutschland weiterhin als hoch eingestuft wird. Das Bundesinstitut geht davon aus, dass hoch pathogenes Influenza-A-Virus vom Subtyp H5N1 weiterhin in Europa präsent ist, auch wenn das Virus in den letzten Monaten nur sehr selten nachgewiesen werden konnte. Minister Backhaus fordert alle Geflügelhalter auf, weiterhin die geforderten Sicherheitsmaßnahmen in den Beständen einzuhalten. Insbesondere bittet er die in den festgelegten Risikogebieten hierzu zählen auch weite Teile der Insel Rügen ansässigen Geflügelhalter weiterhin Verständnis für die Notwendigkeit der Aufstallung aufzubringen und diese rigoros einzuhalten. Die Aufstallung ist nach wie vor die sicherste Maßnahme zum Schutz der Bestände vor einer Einschleppung der Geflügelpest, so der Minister. Eine neue Risikobewertung wird Ende Februar 2007 vorgenommen werden.