„Frauen bei der Feuerwehr sind genau so gut wie Männer“
Freiwillige Feuerwehren der Insel wurden im vergangenen Jahr zu 594 Einsätzen gerufen
Rügen (apf). Zu insgesamt 594 Einsätzen sind die 1.089 aktiven Mitglieder der 47 Freiwilligen Feuerwehren (FFw), darunter 131 Frauen, der Insel Rügen im vergangenen Jahr gerufen worden, um Gefahr für Leben und Gut abzuwenden. „Dafür gebührt den Arbeitgebern für die Freistellung der Kameraden großer Dank“, so Landrätin Kerstin Kassner am vergangenen Donnerstag anläßlich der Auswertung des Brandgeschehens 2010. Daniel Hartlieb, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, fügt dem hinzu:
„Auch unseren Kameradinnen gebührt ein besonderer Dank. Denn Frauen bei der Feuerwehr sind genau so gut wie Männer.“ Und auf diese zählen die Rügener FFw, denn ohne sie wäre das personelle Problem noch drastischer, weil die Mitgliederzahlen sinken. Auch deshalb hat der Kreisfeuerwehrverband im vergangenen Jahr die Retter-Bonus-Karte gemeinsam mit derzeit 20 Unternehmen der Insel eingeführt, die den Kameraden für ihr ehrenamtliches Engagement Vorteile bei der Inanspruchnahme von Dienstleistungen auf Rügen bietet - als kleines Dankeschön und auch Motivation.
„Trotz aller Probleme sind die Rügener Wehren tags und auch nachts zu 90 Prozent innerhalb von 10 Minuten am Einsatzort“, so Kartsen Lange. Zu insgesamt 209 Brandeinsätzen wurden die Wehren 2010 gerufen, darunter sieben Großbrände wie am 23. Dezember der Dachstuhlbrand in Renz und am 28. Dezember in Sassnitz. Auch 69 Fehlalarme gab es - meistens durch Brandmeldeanlagen in Hotels.
Erkennbar ist, dass die Brände rückläufig sind und im vergangenen Jahr nur 35 Prozent der Einsätze ausmachten. 65 Prozent der Einsätze, das sind insgesamt 385, galten der Hilfeleistung - und hier insbesondere auf Grund von Unwetter und Schnee. Insgesamt kamen bei den Einsätzen im vergangenen Jahr 4469 Kameradinnen und Kameraden mit 9897 Stunden zum Einsatz - oft auch unter Einsatz ihrer eigenen Gesundheit und des eigenen Lebens, um anderen Rüganern zu helfen, ehrenamtlich, versteht sich.
Was dies bedeutet, dass wissen die Betroffenen aus eigenem Erleben. Und jene Rüganer und Unternehmen, welche die FFw noch nicht zur Hilfe rufen mussten, die können froh sein darüber und mit der Gewißheit leben, dass die Kameradinnen und Kameraden 365 Tage und Nächte im Jahr für sie „standby“ stehen. Das könnte doch ein guter Grund sein, selbst mitzumachen oder in besonderer Weise Dank zu sagen?!
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