Fortschreibung des Abfallwirtschaftskonzeptes
Positive Entwicklung der Abfallwirtschaft im Kreis / Kreistagsbeschluss in Vorbereitung
Von Wolfgang Urban
Rügen. Der Landkreis Rügen ist öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger und erfüllt die abfallwirtschaftlichen Aufgaben im Rahmen der Daseinsvorsorge als Pflichtaufgabe im eigenen Wirkungskreis... Zur Erfüllung dieser Aufgabe hat der Landkreis den Eigenbetrieb Abfallwirtschaft für Rügen (AfR) gegründet. Das ist im Abfallwirtschaftskonzept Landkreis Rügen, 2. Fortschreibung 2007 zu lesen, das der Betriebsausschuss AfR behandelte. Zuvor hatte es eine öffentliche Anhörung gegeben. Zu dieser erschien nur ein einziger Bürger! Auf der Sitzung wurde dies als Zeichen dafür gewertet, dass die Abfallwirtschaft zur Zeit kein Thema sei, das so wie früher für volle Säle mit Bürgern sorge. Die Veränderungen in den letzten über zehn Jahren haben offensichtlich zu einer von der Bevölkerung akzeptierten Struktur und Organisation der Abfallwirtschaft im Kreis Rügen geführt. 1995 hatte der Landkreis sein Abfallwirtschaftskonzept beschlossen und 1998 fortgeschrieben. Zur Notwendigkeit der 2. Fortschreibung heißt es im Konzept: Nachdem 1997 die letzte Deponie auf der Insel Rügen geschlossen wurde, lief am 1. Juni 2005 die Übergangsfrist der TA Siedlungsabfall für eine unbehandelte Deponierung ab. Zum 1.1.2006 wurden die Leistungen der Abfalleinsammlung und Papierverwertung auf der Insel Rügen neu vergeben. Beim konzeptio-nellen Blick nach vorne spielen auch die Bevölkerungsentwicklung und der Wandel der rechtlichen Vorschriften eine Rolle. Das neue Konzept geht davon aus, dass die derzeitige dreistufige Abfallhierarchie Vermeiden, Verwerten, Beseitigen durch eine fünfstufige präzisiert wird: 1. Abfallvermeidung, 2. Wiederverwendung, 3. stoffliche Verwertung, 4. energetische Verwertung, 5. Beseitigung. Auf 47 Seiten zeigt das Abfallwirtschaftskonzept wie der Kreis mit den neuen Herausforderungen umgehen sollte. Erarbeitet wurde es von der gab Designer und Ingenieure GmbH. Zusammenfassend betonte deren beratender Ingenieur Dirk Henssen, dass die Verwertung des Abfalls im Landkreis Rügen ein hohes Niveau hat. Insbesondere die Verwertung von Bioabfällen ist erfolgreich! Wichtig sei auch, dass die Kosten durch Kombination von kommunaler Kontrolle durch den Eigenbetrieb und privater Leistungserbringung durch Entsorgungsunternehmen nach wettbewerblicher Vergabe gesenkt wurden und ein gerechtes sowie nachvollziehbares Gebührensystem entstand. Die von Dirk Hennssen dem Betriebsausschuss AfR vorgestellte Fortschreibung des Abfallwirtschaftskonzeptes enthält zudem viele Tipps zur Abfallvermeidung und -verwertung für Jeden! Der AfR Betriebsausschuss entschied sich einstimmig für das fortgeschriebene Abfallwirtschaftskonzept. Am 22. November wird sich der Kreisausschuss mit ihm beschäftigen und wenn alles wie geplant verläuft, dann soll es auf der Kreistagssitzung am 6. Dezember 2007 bestätigt werden.
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