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Dieser Artikel wurde am 16. März 2011 um 06:33 Uhr in der Rubrik Kultur veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Fördermittel für Friedensberg

Kurpark wird in den nächsten zwei Jahren neu gestaltet

Ostseebad Sellin (sb). Seit über zehn Jahren verfolgt Bürgermeister Reinhard Liedtke ein Projekt, das ihm sehr am Herzen liegt und das er von seinem Büro aus jeden Tag vor Augen hat: Den Kurpark mit dem Friedensberg.

Jetzt hält das Gemeindeoberhaupt den positiven Fördermittelbescheid für die Neugestaltung, die kommunale Investitionsförderung namens Kofinanzierungshilfe in Höhe von 200.000 Euro sowie die Zusicherung nach Paragraph 38 für den vorzeitigen Baubeginn in den Händen. Das Projekt mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von 1,8 Millionen Euro soll noch vor der Saison in zwei Monaten begonnen werden. Denn rund 333.000 Euro müssen nach Auflage des Förderprogramms (Gemeinschaftsaufgabe aus dem Programm Regionale Wirtschaftsförderung) noch im Jahr 2011 in das Areal investiert werden.

Verantwortlich für die Landschaftsgestaltung zeichnet Dierk Evert. Der Garten- und Landschaftsarchitekt aus Lietzow sieht neben der kompletten Verwandlung des Friedensberges mit dem Kurpark den größten Zugewinn in dem geplanten öffentlichen Weg zwischen Park und Wilhelmstraße. Dafür haben die Eigentümer von Haus Lottum und Haus Am Meer ein Stück ihrer Grundstücke freigegeben. Vom Park aus soll ein Informationsleitsystem die Besucher direkt auf die Allee führen und umgekehrt die Gäste der Wilhelmstraße durch einen kleinen Empfangsplatz auf den Weg in den Kurpark aufmerksam machen“, so Dierk Evert. Darüber hinaus soll der Straßencharakter der Warmbadstraße verändert werden.

Östlich der Kurverwaltung ist ein Fahrradstellplatz vorgesehen, eine Grünfläche soll als attraktive Wartefläche für Besucher geschaffen werden, die zudem diesen Bereich vom Stellplatz abschirmen soll. Geplant sind ausreichend Sitzgelegenheiten, Pergolas, Wege aus Granitkleinsteinpflaster, mit Ausstattungselementen wie Kübelpflanzen, Brunnen und Informationstafeln. Der komplette Vorplatz der Kurverwaltung wird nach den Baumaßnahmen und der neuen Gestaltung zu Erholung und Zeitvertreib einladen. Auch der im nordwestlichen Teil des Kurparks gelegene Spielplatz mit der Skaterbahn soll umgestaltet werden.

„Sitzmauern, Standorte für Bildende Kunst, ein Trimm-Dich-Pfad unter Nutzung verschiedenster Materialien. Auch die Wegeführung wird sich demnächst anders darstellen. Wir verfolgen einen Promenaden ähnlichen Charakter“, erklärt Gestalter Evert. Aber auch das, wofür der Friedensberg bekannt ist, soll definiert und herausgehoben werden. Mit einem besonderen touristischen Programm auf den beiden Plateaus des Berges soll dieser als Ort der Kraft und Mystik von den Besuchern erfahren werden. Dazu dienen dann besondere Stationen, Pflasterungen und Skulpturen. Der Friedensberg wird damit den Gegensatz zur stark frequentierten und quirligen Wilhelmstraße stellen, ein natürlicher Rückzugsraum sein, ein Ort zum Erholen und Kraft tanken. „Jede Gemeinde sucht nach dem Alleinstellungsmerkmalen. Die Aufgabe des Landschaftsgestalters ist es diesen genius loci zu erkennen, heißt, das Besondere was dem Ort anhaftet zu entdecken“, weiß Dierk Evert. Für die touristische Infrastruktur des Ostseebades ist mit der Realisierung dieses Projektes ein weiterer großer Schritt getan.

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