Finanzielle Zusagen für Museen erfüllt
Förderverein der Mönchguter Museen und Kurverwaltung begrüßen Beiratsgründung
Von Robby Günther
** Ostseebad Göhren.** Die Richtung stimmt! Ellen Melzer, Leiterin der Mönchguter Museen, und Jörn Fenske, Leiter des kommunalen Eigenbetriebes Kurverwaltung, zeigen sich zufrieden und gleichzeitig glücklich mit dem Engagement der amtsangehörigen Gemeinden in punkto Museen. Nachdem zum Jahresende 2006 vom Förderverein der Mönchguter Museen als Träger des Museumskomplexes alarmierende Zeichen gekommen waren, was die Zukunft der Museen angeht, hatten sich die Gemeinden des Amtes Mönchgut-Granitz mit einer finanziellen Unterstützung zu befassen. Immerhin ging es um 90.000 Euro für dieses Jahr (der RÜGANER ANZEIGER berichtete). Den Löwenanteil von rund 34.000 Euro hatte sich Göhren auferlegt und zum Jahresbeginn auf das Konto des Fördervereins überwiesen. Die Gemeinden Baabe, Gager, Middelhagen und Thiessow haben nach Aussage von Ellen Melzer ihre finanziellen Zusagen ebenfalls bereits eingelöst. Nun wartet der Förderverein noch auf die von Sellin zugesagten Mittel, Lancken-Granitz und Zirkow hatten sich für dieses Jahr zurückgehalten mit einer möglichen Unterstützung.
Trotzdem sind wir froh, dass das Thema in den Gemeindevertretungen einen hohen Stellenwert eingenommen hat und noch einnimmt, so Melzer und Fenske unisono auf Nachfrage dieser Zeitung. Auch der geforderte Beirat, der unter anderem über die Mittel entscheiden soll, wird von der Vereinsvorsitzenden und dem Leiter der Kurverwaltung ausdrücklich begrüßt. Hier können die Entscheidungsträger anstehende Pro-bleme betreffs aller Museen im Amtsbereich in großer Runde besprechen. Denn es ist angedacht, neben den Mönchguter Museen auch weitere Museen vom Beirat verwalten zu lassen. Die Geschichte hat einen großen Stellenwert im Tourismusgeschäft der Region, so Jörn Fenske. Deshalb soll der noch zu gründende Beirat die Weichen stellen, dass künftig alle Museen und möglicherweise auch Bodendenkmale unter einen Hut kommen. Und vor allem auch, dass sich der Förderverein langfristig selbst trägt, wie Ellen Melzer deutlich betont. Sie ist gleichzeitg Vorsitzende des Vereins.
Die Bürgermeister der Gemeinden sollen in naher Zukunft über die Gründung des Beirates beraten. In diesem Zusammenhang sind alle Museen Beratungspunkt. Die umfangreiche Arbeit allein in den Mönchguter Museen hat eine solche Dimension erreicht, dass die insgesamt 13 Mitarbeiter mit wissenschaftlicher Arbeit, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit sowie vorbereiten von Ausstellungen und natürlich Besetzen der Aufsichten ausgelastet sind. Lediglich zwei von ihnen sind fest angestellt. Neben zwei Rentnern, die sich ehrenamtlich engagieren, sind vier geringfügig Beschäftigte und fünf Mitarbeiter über eine BBR-Maßnahme für die Arbeit in den Mönchguter Museen gewonnen dies auch unter dem finanziellen Aspekt. Wenn es entschieden ist und gewünscht wird, werden wir die Werbung auf die anderen Museen ausweiten, so Ellen Melzer mit einem Blick in die Zukunft. Zur Disposition stehen mehrere Einrichtungen im Amtsbereich.
Zumindest für das aktuell laufende Jahr sind die Mönchguter Museen durch die finanzielle Unterstützung der Gemeinden aus dem Schlingerkurs herausgekommen. Durch eigene Einnahmen mit Eintritten wird das operative Geschäft finanziell bestritten. Für das nächste Jahr 2008 wird eine Kalkulation zeigen, ob eine ähnlich hohe Unterstützung nötig sein wird. Durch eine gemeinsame Vermarktung aller Einrichtungen versprechen sich aber Förderverein und Göhrener Kurverwaltung mehr Synergien.
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