Erster Ausstellungs-Abschnitt in der Endphase
„Ungefähr zwei Millionen Besucher haben die Ausstellungen gesehen“
Von Wolfgang Urban
Jagdschloss Granitz. „BEGEGNUNGEN“ heißt die neue Ausstellung der KulturStiftung Rügen mit Arbeiten von Annelise Hoge, Inge Jastram und Barbara Müller-Kageler. Die sehr empfehlenswerte Kunstpräsentation ist noch bis zum 18. Oktober im Jagdschloss in der Granitz zu sehen.
Während der Ausstellungseröffnung sagte Herbert Ostermoor als Vorsitzender der KulturStiftung Rügen zu den über 130 Anwesenden im Festsaal des Jagdschlosses: „Noch einmal in diesem Jahr wird das Jagdschloss zum herausragenden Ausstellungsort der Künste. Vielleicht ein letztes Mal. Noch einmal, vielleicht ein letztes Mal, da eine inhaltliche Neustrukturierung des Hauses geplant ist und die nach unserer Ansicht sinnvolle Zusammenarbeit mit der KulturStiftung Rügen nach zehn Jahren wohl aufgegeben werden muss.“
Schon mehrfach herrschte in der Vergangenheit bei Ausstellungseröffnungen der KulturStiftung Rügen im Jagdschloss die Auffassung, dass dies die letzte Ausstellung der Stiftung im Jagdschloss sei und hier demnächst ein Ausstellungskonzept verwirklicht wird, in dem es keinen Platz mehr für die KulturStiftung Rügen gibt. Doch immer wieder entstand eine weitere Möglichkeit. Die KulturStiftung Rügen schaffte es – vor allem Dank des großen Engagements ihres Vorstandsmitgliedes Barbara Marquardt – diese Chancen zu nutzen. Dabei entstand eine offensichtlich sehr produktive Zusammenarbeit mit dem Leiter des Jagdschlosses Klaus-Dieter Mickschat. Dieser zog in seiner Rede eine sehr positive Bilanz der Ausstellungstätigkeit der KulturStiftung und sagte u.a.: „Ungefähr zwei Millionen Besucher haben die Ausstellungen gesehen.“ Mit der jetzigen Ausstellung ende der „erste Ausstellungs-Abschnitt“ der KulturStiftung Rügen im Jagdschloss. Wird es hier also doch noch weitere Ausstellungen der Stiftung geben?
Der Leiter des Jagdschlosses in der Granitz sprach also bei der Eröffnung der jetzigen Ausstellung der KulturStiftung Rügen im Jagdschloss vom Ende eines ersten Ausstellungs-Abschnittes und nicht vom Ende der Ausstellungen der Stiftung im Jagdschloss. Auf Nachfrage sagte er dazu am Montag: „Dadurch, dass das Dezernat der Staatlichen Schlösser und Gärten des Landes Mecklenburg-Vorpommern weitere Ausstellungsmöglichkeiten im kommenden Jahr im Jagdschloss prüft, gehe ich davon aus, dass wir mit der jetzigen Ausstellung nur den ersten Ausstellungsabschnitt der KulturStriftung Rügen im Jagdschloss beenden.“
it einer Fortsetzung der erfolgreichen Ausstellungstätigkeit der KulturStiftung Rügen im Jagdschloss könnte das Jagdschloss weiterhin mit immer wieder neuen hochklassigen Ausstellungen auch auf dem Gebiet der Kunst auf sich aufmerksam machen und dadurch ein vielseitig interessanter Besuchermagnat bleiben. Derweil ist die KulturStiftung Rügen weiter dabei, sich auch eigene Ausstellungsräume zu schaffen. Dazu sagte Vorstandsvorsitzender Herbert Ostermoor: „Unsere Pläne mit dem Herrenhaus Ralswiek scheinen wieder ein kleines Stück voranzukommen. Gemeinsam mit der Gemeinde Ralswiek haben wir einen Förderantrag bei der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz für Sanierungsarbeiten in Höhe von 400.000 Euro gestellt. Damit sollen dann auch schon erste Ausstellungen, insbesondere mit der im Eigentum der Stiftung befindlichen Sammlung möglich sein.“
Doch das ist die Zukunft. Die Gegenwart ist eine äußerst sehenswerte Ausstellung der KulturStiftung Rügen mit den Arbeiten von drei hervorragenden Künstlerinnen. Angesichts ihrer jeweiligen Eigenart wird der Weg durch die neue Ausstellung zu einem abwechslungsreichen Kunstgenuss. Er führt durch einen Raum mit Aquarelldrucken und weiteren Arbeiten von Annelise Hoge, findet seine Fortsetzung im Rondellzimmer mit Ölbildern von Barbara Müller-Kageler und mündet in den Ausstellungsraum mit Radierungen von Inge Jastrum. In einem Zwischenzimmer sind Arbeiten von allen drei Künstlerinnen vertreten. Gewürdigt wurde deren Werk mit dem Mittel des Vergleichs in einer kulturgeschichtlich interessanten Eröffnungsrede von Sigrid Keler.
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