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Dieser Artikel wurde am 06. Juli 2010 um 08:49 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Erste „Rügener Schutzengel“

Mädchen wirken mit Charme für sichere Insel-Straßen

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Die ersten „Schutzengel“ der Insel Rügen haben ihre Ernennungsurkunden erhalten. Foto: Pfaffe

Rügen (apf). Es musste schon etwas Besonderes sein, was am Donnerstag vergangener Woche am Bergener Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium vonstatten gehen sollte. Denn neben dem Leiter der Polizeidirektion Stralsund, Siegfried Bruß, waren auch Nordvorpommerns Landrat Ralf Drescher, Stralsunds Oberbürgermeister Dr. Alexander Badrow und Rügens Landrätin Kerstin Kassner erschienen. Landrätin Kassner hielt auch nicht lange hinter dem Berg: „Nach Nordvorpommern und der Hansestadt Stralsund sind wir der dritte Landkreis in der Region, der sich dem Projekt „Schutzengel“ anschließt. Zwar habe sich der Landkreis schwer damit getan, ganz Rügen in die Aktion einzubinden, welche sich an alle Mädchen im Alter von 16 bis 25 Jahren wendet und das Ziel verfolgt, dass eben diese „Schutzengel“ ihren Einfluss auf Freund oder Freunde geltend machen, dass diese unter anderem nach dem Motto „Dont drink and drive“ handeln. Seit dem 10. März 2008 gibt es in Mecklenburg-Vorpommern Schutzengel. Unter Schirmherrschaft des Landrates von Nordvorpommern erhielten hier junge Mädchen und Frauen den Schutzengelausweis. Und ihre Arbeit hat Erfolg gebracht. Nach einem Jahr Schutzengel in Nordvorpommern war die Anzahl der Verkehrsunfälle mit getöteten und schwerverletzten Jugendlichen und Jungerwachsenen erheblich zurück gegangen. Im Jahr 2009 wurde die Schutzengelaktion auf die Hansestadt Stralsund ausgeweitet. Der Oberbürgermeister und die Bürgerschaft wollten ihre Stadt sicherer machen. Auch hier hat das Projekt positive Wirkung gezeigt. Nun hat die Insel Rügen nachgezogen - zwar nicht die gesamte, aber immerhin die Stadt Sassnitz, die Stadt Putbus und das Amt Westrügen. Für die anderen Ämter steht die Option offen, nachzuziehen. Als erste Rügener Schutzengel wurden nachfolgende Schülerinnen der Klasse 11C am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Bergen berufen:

  • Doreen Päplow Bergen

  • Stephanie Tumescheit Putbus

  • Stefanie Möller Bergen

  • Charsta Ahnfeld Binz

  • Julia Gritzan Bergen

  • Anne Burwitz Bergen

  • Fabienne Urmoneit Putbus

  • Jenniffer Knak Bergen

  • Anne-Marie Reich Sehlen

  • Carolin Nitsch Thiessow

  • Evelyn Gesser Wiek

Die ersten 11 „Schutzengel“ erhielten neben ihrer Berufungsurkunde auch eine Schutzengel-Scheckkarte, die diesen unzählige Vorteile als Dank für das Engagement zum Allgemeinwohl bietet. Interessenten lesen dazu auf www.schutzengel-mv.de mehr.

Wie die „Schutzengel“ ins Leben gerufen wurden

Im Norden Dänemarks muss man bis zur nächsten Disko meist weit fahren. Und im Sommer, wenn Schüler und Studenten besonders häufig unterwegs waren, verursachten betrunkene junge Männer dort ungewöhnlich viele, auch schlimme Unfälle. Der Versuch, die Jungs durch Plakate oder Filme zu beeinflussen, funktionierte nur mäßig. Es gab trotzdem zu viele Unfälle. Erst als die Nordjütländer 1996 junge Mädchen darum baten, „Skytengle“ für ihre Freunde zu sein und auf sie aufzupassen, ging die Zahl der Unfälle mit betrunkenen jungen Männern weiter deutlich zurück. Skytengle heißt Schutzengel. Wenn DU oder Sie demnächst Post vom „Schutzengel“ bekommst, dann kannst Du auch dabei sein!