Elektronische Kurkarte
Vermieter sollen System mehr nutzen
Ostseebad Binz (gü). Die elektronische Kurkarte soll einen höheren Stellenwert im Binzer Tourismus einnehmen. Das ist jedenfalls das Ziel von Kurdirektor Horst Graf. Dieser stellte am vergangenen Montag dem Betriebsausschuss Kurverwaltung der Gemeindevertretung eine Beschlussvorlage zum Thema vor.
Demnach sollen besonders die größeren Vermieter wie Hotels und Pensionen die elektronische Kurkarte an ihre Gäste geben. Bisher war es laut Kurtax-Satzung üblich, dass die Vermieter bei der Abrechnung der Kurtaxe innerhalb von zwei Monaten vier Prozent Aufwendungspauschale von der Kurverwaltung erhalten. Dies soll so bleiben. Aber: Mit dem Beschluss des Betriebsausschusses, der noch von der Gemeindevertretung abgesegnet werden muss, greift ab 1. Mai eine neue Regelung. Bei Nutzung der elektronischen Kurkarte bekommen die angesprochenen Vermieter jetzt ebenfalls innerhalb von zwei Monaten eine vierprozentige Aufwendungsvergütung. Ausgenommen von der neuen Satzung sind private Vermieter unter elf Betten, wie Horst Graf betonte.
Da es sich erfahrungsgemäß um ältere Vermieter handelt, für die sich ein Computer und die notwendige Software aufgrund ihrer Kleinteiligkeit in der Vermietung nicht lohnt, sollen diese Vermieter auf die herrkömmliche Art und Weise ihre Kurtaxe in der Kurverwaltung abrechnen können.
Sollte es bei einem in Frage kommenden Vermieter aus technischen Gründen vorerst nicht möglich sein, sich an das System der elektronischen Kurkarte anzuschließen, wird die Kurverwaltung die nötigen Voraussetzungen schaffen, erklärte Kurdirektor Graf. Der Vermieter kann bis zu diesem Zeitpunkt der elektronischen Abrechnung auf die alte Art und Weise abrechnen. Horst Graf verspricht sich mit dieser Regelung eine verstärkte Nutzung der elektronischen Kurkarte. Und dafür natürlich verschiedene Vorteile für den kommunalen Eigenbetrieb. Der Datenaustausch zwischen Vermieter und Kurverwaltung ist einfach und geht schnell, jeder Gast erhält künftig eine Kurkarte. Des weiteren ist die Kurverwaltung in der Lage, die aktuellen Gäste- und Übernachtungszahlen vorzulegen. Bisher sind die Kurkarten alle mit der Hand durch Mitarbeiter der Kurverwaltung eingepflegt worden. Hier sieht Graf auf mittelfristige Sicht auch die Einsparung von Personal für diese aufwändigen Arbeiten, wie er dem Ausschuss sagte.
Dessen acht anwesende Mitglieder vortierten einstimmig für den Vorschlag. Jetzt muss die Umsetzung in den kommenden Wochen erfolgen . . .
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