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Dieser Artikel wurde am 08. September 2010 um 09:14 Uhr in der Rubrik Störtebeker Festspiele veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Eine gute Saison stärkt die Inselwirtschaft

Störtebeker Festspiele 2010 erneut auf hohem Theater-Niveau erfolgreich

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Eine erfolgreiche Saison ist zu Ende - Ruth, Peter und Anna-Theresa Hick vor der jetzt leeren Bühne. Foto: Störtebeker Festspiele

Ralswiek (apf). „Vor 18 Jahren haben wir hier unsere erste Premiere gefeiert. Mit dem Stück ’Wie einer Pirat wird’ kam nach 12 Jahren Dornröschenschlaf nach den Rügenfestspielen wieder Leben auf die Naturbühne Ralswiek. Wie haben seither viel gearbeitet und investiert, wir haben viel gelacht und manchmal auch geweint. Wir wissen nicht so recht, wo die Jahre geblieben sind. Immer denken wir im Voraus schon an das nächste Jahr und arbeiten daran.“

Ruth, Peter und Anna-Theresa Hick steht ein Lächeln im Gesicht, als sie sich an die Zeit des Neubeginns erinnern. Und auch beim Rückblick auf die diesjährige Saison bleibt dieses Lächeln. Kann es ja auch, denn einmal mehr hat sich bewiesen, dass die Störtebeker Festspiele nicht nur hochkarätiges Theater unter freiem Himmel präsentieren, sondern eine starke Wirtschaftskraft für die Insel Rügen und zugleich ein wesentliches und wirksames Marketinginstrument darstellen. Schließlich laufen seit Anfang März über viele Radiosender Werbespots für die Festspiele, was immer auch Werbung für die Insel ist.

Hinzu kommt die starke Beachtung in den Printmedien und nicht zuletzt die Mund-zu-Mund-Propaganda. Denn zufriedene Gäste der Festspiele kommen nicht nur gerne wieder, sondern motivieren auch Störtebeker-Neulinge.

„Wir hatten eine gute Saison auf dem bewährten hohen Niveau“, freut sich Geschäftsführerin Ruth Hick. Und Intendant Peter Hick fügt dem hinzu: „Und genau darum geht es uns - alljährlich das Versprechen einzulösen, gutes Theater in bestem Ambiente auf hohem Niveau zu bieten. Besucherrekorde motivieren unsere Arbeit nicht, sondern der feste Wille, gemeinsam unseren Gästen ein Erlebnis zu ermöglichen, dass ihnen noch lange in guter Erinnerung bleibt. Theater eben auf hohem Niveau.“

Interessant ist, dass in diesem Jahr viel mehr Schweizer und Österreicher die Festspiele besucht haben, doch auch Holländer, Engländer, Amerikaner, Schweden und viele Weitere finden den Weg nach Ralswiek.

So kann man auch in diesem Jahr mit der Besucherzahl zufrieden sein, die knapp unter dem bisher besten Ergebnis des Vorjahres liegt. „Letztlich steht dafür auch das gesamte Team, unsere ’Big family’“, so Anna-Theresa Hick, die für Kommunikation und Marketing verantwortlich zeichnet. „Angefangen bei Regisseur Holger Mahlich, unserem ’wandelnden Geschichtslexikon’, über das starke Schauspieler-Ensemble, die Kleindarsteller bis hin zu Reitmeister, Schneiderei oder Bautrupp und letztlich auch den Catering-Service und Sicherheitsdienst arbeiten alle zielstrebig und mit hohem persönlichen Einsatz auf den Erfolg hin. Jeder gibt sein Bestes, dass Störtebeker lebt.“

Trotz des Erfolges des diesjährigen zweiten Teils der Trilogie Störtebekers Gold „Der Fluch des Mauren“ ist Familie Hick dankbar dafür, dass der letzte Vorhang der Saison gefallen ist. Schließlich ist es für alle im Team schon anstrengend, allabendlich zur Höchstform aufzulaufen. Dankbar ist man auch, dass die diesjährige Saison erneut ohne große Probleme im wörtlichen Sinne über die Bühne gegangen ist, „denn schließlich tragen wir ja auch eine ganze Menge Verantwortung“, so Ruth Hick.

Nun kann Familie Hick erst einmal ein wenig kürzer treten, doch nicht lange. Schon nachdem ICH + ICH am 11. September auf der Naturbühne ihr Konzert gegeben haben, wird der Umbau der Bühne beginnen. Vorstellungen für das neue Bühnenbild, welches bei Störtebekers Gold „Der Schatz der Templer“ vom 18. Juni bis 3. September 2011 zwei rund 30 Kilometer auseinander liegende Plätze in Schottland darstellen wird, gibt es schon - und auch die Information, dass dort ein Teil des Schatzes gefunden wird.

Neu gebaut wird natürlich auch in diesem Jahr. So wird ein neuer Bootssteg errichtet und die 8802 Sitze gegen neue Klappsitze ausgetauscht. Die Arbeiten vor Ort erledigen natürlich Rügener Firmen. Im Jahr 2012 wird dann der Zyklus übrigens beendet und Klaus Störtebeker seinen Kopf in Hamburg verlieren, bevor dann 2013 ein neuer Zyklus mit ganz neuen Geschichten beginnt.

Wenn Sie jetzt traurig sind, dass die Störtebeker Festspiele 2010 Geschichte sind, dann können Sie sich bis zur neuen Saison selbst etwas trösten. Schließlich gibt es da noch etwas, was an Störtebeker erinnert: „Das einzig wahre Warsteiner“ als Partner der Festspiele ...