Ein großer Auftritt
Medaillenregen für Svea Rohde
Hamburg/Bergen auf Rügen. Was für ein Auftritt in Hamburg! Beim Fest der tausend Zwerge - so nennt der Hamburger Sportverein sein großes Leichtathletiksportfest, das am vergangenen Wochenende zum 29. Mal stattfand - überzeugte die Rüganerin Svea Rohde mit hervorragenden Leistungen bei den elfjährigen Mädchen. Insgesamt waren bei dieser Veranstaltung mehr als 2400 Teilnehmer in mehreren Altersklassen am Start.
Svea Rohde hatte sich im Sprint über 50 Meter mit 103 Mitstreiterinnen zu messen. Schon im Vorlauf lief sie persönliche Bestzeit und qualifizierte sich für das Finale. Hier verbesserte sie ihre Bestzeit noch einmal, lief 7,51 Sekunden und belegte einen hervorragenden vierten Platz. Siegerin wurde ihre Staffelkameradin Tracey Schulz aus Grimmen. Im anschließenden Weitsprung wuchs die Bergenerin über sich hinaus. Sie legte eine fantastische Serie hin: Jeder Sprung war weiter als ihre bis dahin zu Buche stehende Bestleistung von 4,28 Metern. Am Ende erreichte Svea mit 4,61 Metern die Bronzemedaille. Damit lag sie nur einen Zentimeter hinter der Zweitplazierten und sechs Zentimeter hinter der Siegerin Luisa Pagels vom SV Blau-Weiß Grimmen, von der sie eine Stunde später den Staffelstab übernehmen sollte.
Die 4 x 50 - Meter Staffel war der abschließende Höhepunkt des Leichtathletikfestes in Hamburg. Bei bereits eingeschaltetem Flutlicht, Kälte und regennasser Bahn gaben die vier Mädchen der Startgemeinschaft Grimmen - Bergen noch einmal alles. Motiviert und in Stimmung gebracht durch Trainer und Eltern waren sie heiß auf den Titel. Gigantische 24 Staffeln traten an, doch das Dreamteam Grimmen - Bergen ließ den anderen Mitbewerbern keine Chance. Der Start war gut, die Wechsel klappten super und die Sprintleistungen von Tracey Schulz, Luisa Pagels, Madleen Büssow (alle SV Blau-Weiß Grimmen) sowie Svea Rohde (1. LAV Bergen) waren ohnehin eine Klasse für sich. Die Uhr blieb bei 28,54 Sekunden stehen. Neuer Stadion- und Veranstaltungsrekord! Das Quartett hatte die alte, aus dem Jahr 1995 stammende Bestzeit um mehr als vier Zehntelsekunden unterboten! Das sind Welten im Sprintbereich.
Dafür durften die Vier noch einmal extra aufs Treppchen, denn neben der Staffel-Goldmedaille durften sie auch den Pokal für den Rekord freudestrahlend in Empfang nehmen. C. Schmidt
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