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Dieser Artikel wurde am 05. Mai 2010 um 12:43 Uhr in der Rubrik Kultur veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Ehrendes Gedenken

Einweihung der Ruge-Grabsteine an der Kreideküste

Königsstuhl (gü). Wer das Ausstellungsgebäude des Nationalpark-Zentrums KÖNIGSSTUHL in Richtung Königsstuhl verlässt, der kann links im Freigelände das berühmte Gemälde von Caspar David Friedrich „Kreidefelsen auf Rügen“ entdecken. Am Bild und den ansprechend gestalteten Info-Tafeln vorbei führt ein Weg jetzt direkt zu den am Freitag an der Kreideküste eingeweihten Ruge-Grabsteinen. Bei der Einweihung der Steine waren deren Stifter vom Baumhaus Schwierenz gerührt und voller Freude, als sie entdeckten, in welch einfühlsamer Weise hier ein würdiger Ort der Erinnerung an Hans Jacob und Regina Elisabeth Ruge geschaffen wurde. 1815 hatten die beiden damaligen Bewohner des Baumhaus Schwierenz einen Begleiter des Malers Caspar David Friedrich, der versucht hatte, den Königsstuhl zu erklimmen, aus einer lebensbedrohlichen Lage befreit. Dr. Friedrich Gotthelf Kummer hieß der Gerettete. Er blieb den Ruges über ihren Tod hinaus in Dankbarkeit verbunden und ließ ihnen jene Grabsteine setzen, die Sie jetzt im Nationalpark-Zentrum entdecken können.

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