Ehemalige Kämmerin geht in Ruhestand
Roswitha Juhnke leitete seit 1991 die Rügener Kämmerei
Bergen auf Rügen (gü). Eine engagierte Mitarbeiterin des ehemaligen Landkreises Rügen wurde in den Ruhestand verabschiedet. Roswitha Juhnke, immerhin fast 45 Jahre in der Kämmerei tätig, hat sich aus dem Reich der Zahlen und Haushalte in der nunmehr neuen Landkreisverwaltung Vorpommern-Rügen verabschiedet.
In der letzten Woche nutzte sie im Kreise von Kollegen und ihrer ehemaligen Chefin Kerstin Kassner (DIE LINKE) die Gelegenheit, auf diese spannende Zeit in der Verwaltung zu blicken. Roswitha Juhnke hatte im September 1967 beim damaligen Rat des Kreises, in der Abteilung Finanzen ihre Ausbildung begonnen. Als Facharbeiterin Finanzbearbeiterin konnte sie 1969 ihren Abschluss ablegen. Immerhin war sie seit dem 1. August 1969 ununterbrochen in der Abteilung Finanzen (später Kämmerei des Rates des Kreises bzw. nach 1990 Landkreis Rügen) beschäftigt. Sie arbeitete in den darauf folgenden Jahrzehnten als Finanzbearbeiterin/Innenrevisor, Referentin und stellvertretende Referatsleiterin, Leiterin des Arbeitsbereiches Kreishaushalt und stellvertretende Abteilungsleiterin. In den Jahren 1970 bis 1975 absolvierte sie ein Studium an der Fachhochschule Gotha für Finanzwirtschaft und erreichte ihren Diplom-Betriebswirt (FH).
Nach der politischen Wende in der ehemaligen DDR übernahm sie per 1. April 1991 als Abteilungsleiterin die Kämmerei. Damals waren Kämmerei und Kasse noch getrennte Dezernate im neuen Landkreis Rügen. Nach der Zusammenlegung übernahm Roswitha Juhnke als Amtsleiterin diesen Bereich Finanzen in der Landkreisverwaltung. Im Jahr 2001 kam noch die Immobilienverwaltung hinzu. In diesen spannenden Jahren, so erinnerte sie sich bei der Verabschiedung in der letzten Woche, kamen sie und ihre Mitarbeiter „so manches Mal an die Grenzen. Aber, es hat immer Spaß gemacht und ich konnte mich auf meine Mitarbeiter stets verlassen“, so eine gerührte Roswitha Juhnke.
Sie nutzte die Gelegenheit, um sich bei diesen sehr herzlich zu bedanken. Anwesend waren auch ehemalige Amtsleiter des Kreises Rügen sowie Leiter der Eigenbetriebe des alten Landkreises. Hier konnte sie in ihren Worten die eine oder andere Anekdote aus den Haushaltsplanungen in Erinnerung rufen: „Wir haben als Kämmerei nicht alles immer kommentarlos hinnehmen können. So ist die Kämmerei halt“, schmunzelte sie in Richtung der entsprechenden Damen und Herren.
Roswitha Juhnke erinnerte an die großen Debatten im Haushalts- und Finanzausschuss und im Kreistag Rügen über die Finanzen des Insellandkreises. Viele Jahre mussten Haushaltssicherungskonzepte aufgestellt werden, wurden eiserne Sparmaßnahmen durchgezogen. Es wurden aber auch viele Investitionen angeschoben, die heute den Menschen auf Rügen und ihren Gästen wichtig sind. Sie zählte dazu beispielsweise das Theater Putbus, viele Straßen und Radwege. Aber auch die Investitionen ins Arndt-Gymnasium, die Musikschule und die Berufliche Schule. Bei all diesen Verhandlungen, hatte sie es besonders mit einem Partner zu tun: Der Sparkasse Rügen. Dem anwesenden Vertreter Thomas Ritzer dankte sie stellvertretend für die gute Zusammenarbeit in den Jahren.
Mit der neuen freien Zeit will sich Roswitha Juhnke ehrenamtlich engagieren und verreisen. In diesem Jahr geht es noch nach New York, nächstes Jahr dann auf die AIDA.
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