Ehemalige Abfallbetriebe jetzt verschmolzen
Kreistag stimmt der Neuorganisation der Abfallbehandlung zu
Ostseebad Binz (gü). Die beiden Abfallbetriebe der ehemaligen Landkreise Nordvorpommern und Rügen sind verschmolzen! Mit einem entsprechenden Beschluss legte der Kreistag Vorpommern-Rügen während seiner letzten Sitzung im Dezember 2011 die Grundlage dafür. Somit sind die Eigenbetriebe Zentrum für Abfallwirtschaft Nordvorpommern und Abfallwirtschaft für Rügen zusammengeführt worden. Dem Beschluss gingen umfangreiche Beratungen der Fachausschüsse voraus.
Mit Wirkung vom 1. Januar gibt es den Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Landkreises Vorpommern-Rügen. Dieser wird jetzt von Heike Karnatz geleitet. Sie führte bis dato den Eigenbetrieb in Nordvorpommern. Als stellvertretender Leiter wurde der Rüganer Hans Ulrich Taeschner berufen. Er leitete bis dato die Rügener Abfallwirtschaft.
Die öffentliche Vereinbarung zwischen dem Landkreis Vorpommern-Rügen und der Hansestadt Stralsund zur befristeten Rückübertragung der Aufgabe Abfallwirtschaft lief zum 31. Dezember 2011 aus, sodass der Landkreis ab 1. Januar dieses Jahres sämtliche abfallwirtschaftlichen Aufgaben im eigenen Wirkungskreis wahrnehmen muss. Dazu ist die Abfallentsorgung für 77.370 angeschlossene Objekte (Grundstücke) sowie 231.777 Einwohner abzusichern. Insgesamt sind jährlich rund 55.800 Tonnen Hausmüll und hausmüllähnliche Gewerbeabfälle sowie 9.500 Tonnen Sperrmüll und 145 Tonnen Sonderabfälle einzusammeln, zu behandeln und zu entsorgen, wie es in der entsprechenden Beschlussvorlage heißt.
Auf längere Sicht ist es das Ziel des Eigenbetriebes, einheitliche Gebührensätze bei gleichen Leistungen auf dem Gebiet der Abfallentsorgung im Landkreis einzuführen. Noch gibt es in den ehemaligen Landkreisen und der Stadt Stralsund unterschiedliche Gebührensätze für die Abfallwirtschaft. Auf Rügen hatte es für das Jahr 2012 eine Gebührensenkung aufgrund Überschüssen gegeben.
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