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Dieser Artikel wurde am 01. März 2006 um 05:50 Uhr in der Rubrik Vogelgrippe (Aktuell) veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Die Lage entspannt sich zunehmend

14 Tage nach Auftreten von H5N1-Fällen auf Rügen rückt erste Bundeswehreinheit ab

Insel Rügen (gü). Der 19. Februar 2006 wird sicher vielen Rüganern in einiger Erinnerung bleiben. Nach einer Woche Kampf gegen die Vogelgrippe H5N1 wurde durch Landrätin Kerstin Kassner (Linkspartei.PDS) an diesem Tag der Katastrophenfall für den Insellandkreis ausgerufen. Das bedeutete, dass seitens des Bundes für das Einsammeln von hunderten toten Wildvögeln auch Bundeswehreinheiten eingesetzt werden konnten. Ein Teil dieser Einheiten ist am Montag dieser Woche verabschiedet worden. Bis zum Montag waren 370 Bundeswehrangehörige auf Rügen im Einsatz. Durch diese und weitere Helfer wurden seit dem 15. Februar über 3.000 tote Tiere geborgen und entsprechend verbracht. Die Zahl der mit H5N1 in Mecklenburg-Vorpommern infizierten Vögel lag bei Redaktionsschluss bei 117 Tieren.

Jetzt bleiben vornehmlich noch Spezial- und Führungskräfte der Bundeswehr auf der Insel. Dabei handelt es sich vor allem um Pionier- und so genannte ABC-Einheiten. Zwischenzeitlich hat der benachbarte Landkreis Ostvorpommern die Bundeswehr um Unterstützung gebeten. Wie auf Rügen geht es hauptsächlich um das Aufspüren und Bergen toter Wildvögel. Landrätin Kerstin Kassner und Raymond Kiesbye von der Tourismuszentrale Rügen (TZR) dankten den Angehörigen der Bundeswehr bei der Verabschiedung am Montag dieser Woche für ihren Einsatz und wünschten, dass die Soldaten vielleicht eines Tages als Gäste auf Deutschlands größte Insel kommen. Die Vogelgrippe H5N1 hat im Laufe der letzten Tage weitere Bundesländer erreicht! Nach den ersten positiven Funden auf der Insel Rügen, die am 15. Februar offiziell bestätigt wurden, ist das Virus mittlerweile in drei weiteren Bundesländern nachgewiesen worden. Am 24. Februar sind positive Befunde in den Ländern Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg bestätigt worden. Einen Tag später, am zurückliegenden Sonnabend, wurde das Virus auch in Brandenburg nachwiesen. Damit ist die Tierseuche nicht mehr ein Rügener Problem, wie gern in den letzten Tagen in der Öffentlichkeit dargestellt wurde. Das Auftreten der Vogelgrippe auf Rügen in diesem massivem Umfang hat die Öffentlichkeit in Atem gehalten. Nunmehr entspannt sich die geschaffene Lage auf der Insel zunehmend. Die Seuchensperren über dem Rügendamm sind abgebaut. Nach wie vor ist für den Landkreis der Katastrophenfall ausgerufen. Unklar bleibt, wie lange dies der Fall sein wird und was jetzt nach H5N1 auf die Insel Rügen zukommen wird.

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Dieses Foto entstand am 24. Februar an der Schleuse zwischen dem Großen und Kleinen Jasmunder Bodden in Lietzow. Knapp zehn Tage nach dem ersten Nachweis, dass tote Wildvögel auf Rügen mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1 infiziert waren, zeugt es vom Überlebenswillen einer Schwanenkolonie in dieser Gegend. Mittlerweile kommen Gäste nach Rügen, um nach lebenden Schwänen Ausschau zu halten und sich an deren Anblick zu erfreuen. Foto: Urban

Lesen Sie dazu auch in unserer aktuellen Ausgabe Sonderseiten 2 und 3, einen Gastkommentar auf der Seite 11 sowie weitere Beiträge auf der Seite 17.