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Dieser Artikel wurde am 02. Juli 2008 um 14:04 Uhr in der Rubrik Störtebeker Festspiele veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

„Der Seewolf“- Eine Geschichte vor historischem Hintergrund

Welche Handlung erwartet Sie in diesem Jahr Sie auf der Naturbühne in Ralswiek

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Wir schreiben das Jahr 1393. Der Krieg zwischen Dänemark und Mecklenburg will und will nicht enden.

Königin Margarete von Dänemark streitet mit ihrer Schwester, Herzogin Ingeborg von Mecklenburg, erbittert um die schwedische Krone. Drei lange Jahre schon trotzt Stockholm - Mecklenburgs letzte Bastion in Schweden - der dänischen Belagerung.

Im Auftrag Mecklenburgs versuchen die Vitalienbrüder die Feste Stockholm mit Lebensmitteln (Vitalien), Waffen und Munition zu versorgen. Jedoch wird das Durchbrechen der dänischen Blockade von Mal zu Mal schwieriger und gefährlicher. Nur mit Mühe und unter Aufbietung aller Kräfte, gelingt es Störtebeker, Stockholm noch einmal zu erreichen. Doch jede künftige Landung wollen die Dänen durch den Bau eines gewaltigen Sperrwerkes unmöglich machen.

In Wismar, dem Stützpunkt der Vitalienbrüder, muss die von erfolglosen Friedensverhandlungen zurück gekehrte Herzogin Ingeborg von Mecklenburg erfahren, dass die Vitalienbrüder unter Führung Störtebekers weitere Angriffe von See für aussichtslos halten. Selbst die Drohung der Herzogin, den Piraten die Kaperbriefe zu entziehen, wodurch die Vitalienbrüder ja ihre Stützpunkte an Land verlieren würden, ändert nichts an Störtebekers Ablehnung. Erst die anrührende Bitte eines Mädchens - Herzogin Ingeborgs Zofe - auch an das Schicksal der Unschuldigen, der Alten, der Kranken, der Kinder in der eingeschlossenen Feste zu denken, stimmt ihn um. Er entwirft den riskanten Plan, an Herzogin Ingeborgs Seite, als deren Sekretär und Liebhaber, ins dänische Lager zu Königin Margarete zu reisen. Dort erhofft er ihre Aufmerksamkeit und Gunst zu erringen, um scheinbar die Seiten zu wechseln. Ist er erst im dänischen Lager, sollte es ihm möglich sein, das dänische Sperrwerk von innen zu zerstören.

Alles scheint nach Plan zu verlaufen. Ein unglaublicher Kampf mit mehreren Gegnern sichert ihm Margaretes Interesse, doch die „Begeisterung“ eines zuschauenden Stockholmer Bürgers auf den Zinnen der Feste verrät Königin Margarete Störtebekers wahre Identität. Er wird gefangen genommen und alles scheint verloren. In der Feste ist die Situation von zunehmender Hoffnungslosigkeit geprägt. Für den Kommandanten wird es von Mal zu Mal schwieriger, die immer häufiger aufflammenden Auseinandersetzungen zwischen schwedischen und mecklenburgischen Verteidigern der Feste nicht in offene Aufruhr und Meuterei umschlagen zu lassen. Wieder zurück in Wismar, gibt Herzogin Ingeborg den wartenden Vitaliern um Goedeke Michels den Angriffsbefehl auf Stockholm. Obwohl sie weiß, dass Störtebeker enttarnt und gefangen ist, hat sie keine Skrupel die ahnungslosen Piraten in eine absehbare Katastrophe auslaufen zu lassen.

Für Margarete von Dänemark hingegen scheinen sich die Dinge zum Besten zu fügen. Ihr gefährlichster Widersacher, Klaus Störtebeker, soll auf dem Scheiterhaufen enden und dann, mit einer neuartigen, artilleristischen Wunderwaffe ausgerüstet, will sie endlich die widerspenstige Feste Stockholm erobern. Das gewaltige Sperrwerk im Hafen Stockholms sichert sie gegen unliebsame Überraschungen von See ab. So glaubt sie - aber sie hat ihre Rechnung ohne Störtebeker und seine Freunde gemacht. Allen Unbilden zum Trotz hallt der furchterregende Schlachtruf der Vitalienbrüder „Gottes Freund und aller Welt Feind“ am Ende donnernd über die See!