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Dieser Artikel wurde am 31. März 2010 um 06:09 Uhr in der Rubrik Lokale Politik veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Debatte um Erweiterung der Biosphäre

Leitung des Amtes für das Biosphärenresrevat reagiert auf Kritik

Blieschow (gü/DR). Die Leitung des Amtes für das Biosphärenreservat Südost-Rügen unter Sabine Schlender reagiert auf die aktuellen kritischen Stimmen, die sich gegen eine Erweiterung des Biosphärenreservats wenden.

Das Motto von Sabine Schlender lautet hierbei: „Trotz Gegenwind sind Erfolge zu verzeichnen!“ und „Nichts ohne die Gemeinden!“ Nachfolgend hat sie sich mit folgender Mitteilung an diese Zeitung gewandt:

„Unter dieser Prämisse wurden mit wesentlichen Akteuren der Region, vor allem natürlich mit den Bürgermeistern des alten Biosphärenreservates, Gespräche geführt. Sehr offen wurden so gut wie alle Aktivitäten, kurzfristige Aktionen, wie auch längerfristig zu planende Vorhaben den politischen Entscheidungsträgern vorgetragen und erörtert. Nach zwei Jahren harter Arbeit an der Verbesserung der Kommunikation zwischen der Verwaltung des Biosphärenreservates, den Bürgermeistern und weiteren wichtigen Akteuren wurde auch die Absicht zur Gebietserweiterung vorgetragen und erörtert. Der Zeitpunkt für eine Erfolg versprechende Arbeit an einer Gebietserweiterung schien Anfang des Jahres 2008 gekommen zu sein. Die Kommunikationskultur und Akzeptanz hatten sich zu dieser Zeit maßgeblich verbessert. Vier große öffentliche Veranstaltungen zur geplanten Gebietserweiterung in Garz, Putbus, Binz und Sassnitz boten interessierten Bürgern einmal mehr die Möglichkeit, sich in den Diskussionsprozess einzubringen. Die Veranstaltungen wurden sehr unterschiedlich besucht. In Binz konnte man durchaus von einer konstruktiven Diskussion sprechen. In Sassnitz ging es dagegen sehr emotional zu.

Seitens der Verwaltung des Biosphärenreservates wurde von Beginn an die Freiwilligkeit des Beitrittes der Gemeinden zu einem erweiterten Biosphärenreservat kommuniziert. Die Stadt Putbus hat im Dezember 2008 als erste Kommune beschlossen, mit dem gesamten Gemeindegebiet in ein erweitertes Biosphärenreservat einzutreten. Im Herbst letzten Jahres haben sich dann die Gemeindevertreter von Zirkow entschieden, den Schmachter See einschließlich eines kleinen Teiles Umland in das erweiterte Biosphärenreservat einzubringen. Die von Beginn an ergebnisoffen geführte Diskussion der geplanten Erweiterung bot natürlich breiten Raum, das Für und Wider zu erörtern. Seitens der Verwaltung des Biosphärenreservates wurde auf einer Vielzahl von Veranstaltungen darauf verwiesen, dass eine Erweiterung zusätzliche Chancen für die Bürger und Gemeinden im Erweiterungsgebiet bieten. Die Schaffung neuer Schutzgebiete ist damit nicht verbunden, das erweiterte Biosphärenreservat würde lediglich die bereits bestehenden Schutzgebiete umrahmen. Ein Eingriff in die kommunale Selbstbestimmung ist ausgeschlossen. Parallel zu den Bemühungen zur Erweiterung des Biosphärenreservates wurde auch die Arbeit an einem Rahmenkonzept nach 2006 wieder aufgenommen. Der Entwurf des Planteiles „Leitbild und Ziele“ liegt seit kurzem vor, ein breiter Diskussionsprozess mit Kommunalvertretern und wichtigen Akteuren der Region wird in nächster Zeit beginnen.“ Die Diskussion wird also putzmunter weitergehen...