Das Sassnitzer Bergschlösschen
Wer kann Frank Biederstaedt Hilfe bei seinen Nachforschungen geben?
Sassnitz (apf). In einem Brief wendet sich der Sassnitzer Frank Biederstaedt mit der Bitte um Unterstützung an unsere Redaktion. Seit Jahren ist er faszinierter Forscher zur Sassnitzer Stadtgeschichte. Besonders hat es ihm eine Bauwerk angetan, welches kaum noch in der Erinnerung lebt. Um mehr zum Sassnitzer Bergschlösschen zu erfahren, bittet er nun Sassnitzer und Rüganer um Mithilfe. Hier seine Bitte im Wortlaut: "Noch Mitte der 1920er-Jahre schlängelte sich die alte Fahrstraße unterhalb der Crampasser Berge entlang und passierte dabei ein Gebäude, welches mich seit einigen Jahren in seinen Bann gezogen hat. Die Rede ist vom Sassnitzer Bergschlösschen, das ab den 1880er-Jahren ein beliebter Aussichtspunkt für die Gäste aus Crampas und Sassnitz war. Doch trotz dieser Beliebtheit, sind die Informationen heute so selten, dass sich meine Faszination für dieses Gebäude dadurch nur verstärkt hat. Im Laufe der letzten Jahre, konnte ich dennoch einige Informationen und Ansichten zusammentragen, so dass sich bis heute schon ein deutlicher Abriss der Geschichte erkennen lässt. So wurde das Bergschlösschen um 1897 ein Opfer der Flammen. Der Besitzer A. Saegert aus Crampas stellte daraufhin einen Antrag, seine abgebrannte Restauration wieder aufzubauen. Im Juli 1898 erfolgte dann die Rohbauabnahme für das 2. Bergschlösschen, welches nun in eindrucksvoller Weise aus dem Buchenwald der Crampasser Berge auf Crampas und Sassnitz blickte. Doch hier beginnt eine Informationslücke, die bis in die Anfänge der 1920er-Jahre anhält. Mir ist lediglich bekannt, dass das Bergschlösschen einige Male seinen Besitzer wechselte. So wird bereits um 1900 der Besitzer des Hotel Monopol Carl Nause, wenig später ein Hermann Balke als Inhaber aufgeführt. Mit dem Beginn des Kreideabbaus um 1923 oberhalb der Waldmeisterstraße wurde auch das Ende des Bergschlösschens eingeleitet und der Verfall begann. Der Fabrikbesitzer Bliesath erwarb nun das Restaurant und verwendete es als Werkswohnung. Im amtlichen Führer für das Ostseebad Sassnitz für das Jahr 1925 erhält man die letzte Erwähnung. Hier findet man Hinweise auf einen bevorstehenden Abriss, der wahrscheinlich noch innerhalb des Jahres stattfand und das Bergschlösschen auf immer verschwinden ließ. An dieser Stelle endet die Geschichte und beginnt gleichzeitig ein Aufruf. Doch zunächst möchte ich mich bei denen bedanken, die einen immensen Anteil an meinen Nachforschungen hatten. In erster Linie sind dies Birgit Garbudzinski vom Stadtarchiv Sassnitz, mein Sammlerfreund Ralf Lindemann (Das weiße Schloss am Meer) und J. Hahlbeck. Auch gilt ein großer Dank den Heimatsammlern, die ihre Unterlagen und Ansichten auf versteckte Hinweise über das Bergschlösschen durchforschten. Ich möchte hiermit alle Interessierten aufrufen, ihre Sammlungen oder Fotoalben durchzusehen, um mir eventuell zu helfen, die Geschichte dieses wundervollen Gebäudes weiter zu vervollständigen. Jeder Hinweis ist für die Geschichte gut Auch wenn es sich lediglich um Geschichten oder Anekdoten handelt, gilt meine Bitte an Sie, sich bei mir zu melden. Meine Adresse, E-Mail oder Telefonnummer finden Sie auf der Internetseite www.bergschloesschen-sassnitz.de oder direkt beim RÜGANER ANZEIGER. Schon jetzt gilt mein Dank denjenigen, die mich bei meiner Arbeit unterstützen und zu einer Vervollständigung der Geschichte des Sassnitzer Bergschlösschens beitragen wollen." Wenn Sie also helfen können, sollten Sie das tun, um nicht eines Tages Dinge zu vergessen, die wichtig sind.
« Nächster Artikel
Schwestern stellen aus
Vorheriger Artikel »
InselWerke
