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Dieser Artikel wurde am 04. Januar 2012 um 07:57 Uhr in der Rubrik Titelthema veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Das Jahr 2012 birgt viele Herausforderungen

Gedanken über ein erfolgreiches und interessantes neues Jahr für die Rüganer

Von Robby Günther

Seit dem 4. September 2011 ist Rügen regionaler und geografischer Bestandteil des neuen Landkreises Vorpommern-Rügen. Nach über 200 Jahren musste der einzige Insel-Landkreis in Deutschland seine Eigenständigkeit aufgeben. Es war abzusehen. Mittlerweile haben die im neuen Kreistag Vorpommern-Rügen vertretenen 18 Rüganer ihre Arbeit in den Gremien gemeinsam mit den Nordvorpommern und Stralsundern aufgenommen.

In diesem Jahr 2012 wird besonders der Kreistag Vorpommern-Rügen wichtige Entscheidungen für eine gute Zukunft des neuen Landkreises zu treffen haben. Viele Weichen müssen im wahrsten Sinne des Wortes neu justiert und gestellt werden. Aber: Rügen ist nicht untergegangen im neuen Landkreis. Mitnichten!

Vielmehr ist die größte deutsche Insel ein Aushängeschild für den Landkreis. Gemeinsam mit Vertretern des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, des Tourismusverbandes und den vielen privaten und gewerblichen Vermietern und touristischen Dienstleistern wird es gelingen, Rügen besser als Marke in Deutschland und Europa, vielleicht auch ein bisschen in der Welt, darzustellen. Dies hat Prof. Dr. Bernd Eisenstein in seiner Einschätzung auf dem Tourismustag im letzten Jahr den Touristikern ins Stammbuch geschrieben. Rügen ist in Deutschland unter den TOP TEN der Ferienziele. Rügen ist als Marke bekannt. Jetzt kommt es darauf an, gemeinsam damit zu arbeiten. Nicht gegeneinander. Dann wird ungefähr das Gleiche passieren wie im Zuge der Kreisgebietsreform. Die Stärken der Insel können nicht im Sinne ihrer Bewohner und auch ihrer Gäste ausgespielt werden.

Wie dem auch sei, das Jahr 2012 wird viele interessante Aufgaben für die Bewohner der Insel bereit halten. Jetzt liegt es an den Rüganern selbst, welchen Platz sie in der aktuellen Gesellschaftsdebatte einnehmen. Dabei sollten sie sich aber nicht alles gefallen lassen oder großzügig durch Desinteresse ignorieren. Denn wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, sagte sogar schon Gorbatschow und hatte ein feines Gespür für Entwicklungen.

Jetzt wollen wir die friedliche Revolution von 1989 nicht mit der weiteren Entwicklung Rügens in einen historischen Topf werfen! Aber ab und an ist es wichtig, dass sich besonders die Verantwortungsträger auf der Insel an die eine oder andere kleine Episode erinnern, die zu Veränderungen beigetragen haben. Und Verantwortungsträger haben wir viele auf der Insel – sie sollten positiv vorangehen . . .