Das Handwerk hat die Gebietsreform bereits vollzogen
Kreishandwerkerschaft Rügen-Stralsund-Nordvorpommern ist für die Zukunft gewappnet
Rügen (apf). Zum 1. Januar dieses Jahres hat sich die Kreishandwerkerschaft Rügen mit der Kreishandwerkerschaft Stralsund, zu der seit 1994 auch jene von Nordvorpommern zählt, zur Kreishandwerkerschaft Rügen - Stralsund - Nordvorpommern (RSN) vereinigt. Damit ist sie, mit über 600 Innungsbetrieben und etwa 4.000 Arbeitsplätzen, die zweitgrößte im Land. Bereits am 10. Dezember vergangenen Jahres wurde die Fusion, nachdem die Vollversammlungen der bisherigen Kreishandwerkerschaften dieser zugestimmt hatten, bei einer gemeinsamen Vollversammlung, bei der auch die Geschäftsordnung und Satzung beschlossen wurde, in Stralsund vollzogen.
Zum gemeinsamen Kreishandwerksmeister wurde Hans-Peter Siegmeier (57) aus Stralsund gewählt, der hier schon seit 1999 an der Spitze des Handwerkes stand. Der Bergener Karl Bollmann wurde zum Ehren-Kreishandwerksmeister ernannt. „Es war ein Zusammenschluss zur richtigen Zeit“, so Siegmeier, Geschäftsführender Gesellschafter der 1990 gegründeten Sundischen Ausbau- Gesellschaft m.b.H., „denn so konnten wir, ohne Zeitdruck, selbstbestimmt und auf freiwilliger Basis über Inhalte und Zeitplan bestimmen. “ Uwe Ambrosat, Geschäftsführer der neuen Kreishandwerkerschaft RSN, fügt hinzu: „Wenn die Gebietsreform kommt, dann müssten wir die Kreishandwerkerschaften ohnehin der Gebietsstruktur anpassen.
“Mit dem Zusammenschluss wurde die Struktur der neuen Kreishandwerkerschaft RSN gestrafft. Ihr Sitz befindet sich in der Stralsunder Mönchstraße 48, Telefon (03831) 292523. Im Stedarer Weg 1 in Bergen befindet sich eine Nebenstelle, die auch unter Telefon (03838) 22004 erreichbar ist. Auch künftig werden die Innungen, die in der Kreishandwerkerschaft zusammen gefasst sind, ihre territoriale Selbständigkeit vom Grunde her beibehalten. Mag aber sein, dass die Erfahrungen der Dachdeckerinnung beispielsweise, die schon seit Jahren den gesamten Bereich der heutigen Kreishandwerkerschaft RSN abdeckt, auch auf andere Innungen wirkt, sieht Siegmeier eine der vielen möglichen Synergieeffekte, die sich mittelfristig aus der Arbeit ergeben werden. Schließlich ist es auch eine Frage des zeitlichen und personellen Aufwandes, dass jede Innung über eine eigene Prüfungskommission verfüge, obwohl die Prüfungszahlen in manchen Bereichen immer weiter zurück gehen. „Für die Innungsbetriebe wird es künftig viele Vorteile geben, denn die neue Kreishandwerkerschaft will sich als Dienstleister für das Handwerk weiter profilieren“, so Uwe Ambrosat.
Dafür steht nach Siegmeier nun die innere Organisation im Vordergrund, um die Vorteile der großen Gemeinschaft zu nutzen. „Die Handwerksbetriebe kommen sich so immer näher und können die Erfahrungen und Möglichkeiten voneinander nutzen. Das ist letztlich auch zum Vorteil für die Kunden des Handwerkes“, ist sich Siegmeier sicher. Sein größter Wunsch ist, dass sich alle Beteiligten schnell mit der neuen Struktur identifizieren und diese mit Leben erfüllen. Das gab er am vergangenen Samstag auch auf der traditionelle Jahreshauptversammlung der Kreishandwerkerschaft im Binzer Arkona Strandhotel mit auf den Weg. Und auch: „Man darf gespannt sein auf die neue Kreishandwerkerschaft RSN!“
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