Burkhard Lenz zu Fischereipolitik:
Traditionelle Fischerei und Potenziale der Aquakulturen berücksichtigen
Rügen (DR). Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende und Rügener Landtagsabgeordnete Burkhard Lenz hat einen stärkeren Einsatz des Landes in der Fischereipolitik gefordert. Der Einsatz für die traditionelle Fischerei gehe dabei Hand in Hand mit der Erschließung des wirtschaftlichen Potenzials der Aquakulturen. „Die Fischerei ist in Mecklenburg-Vorpommern ein Wirtschaftsfaktor, der sowohl wegen seiner touristischen Bedeutung als auch wegen des wirtschaftlichen Potenzials eine stärkere Beachtung finden muss. Die Potenziale werden vor allem in der Tatsache sichtbar, dass nur 20 Prozent des in Mecklenburg-Vorpommern verbrauchten Fisches durch Unternehmen aus unserem Land gefangen oder produziert werden.
Die Tatsache, dass die traditionelle kleine Hochsee- und Küstenfischerei fast vollständig durch die Vorgaben der Europäischen Union reguliert ist, beschränkt in diesem Bereich die Wirtschaftlichkeit immer massiver. Gerade die Fangmengenbegrenzungen der letzten Jahre haben sich nachteilig ausgewirkt, weil diese auch durch höhere Preise nicht aufzufangen waren. Es ist daher unerlässlich, dass sich das Land sowohl gegenüber der Europäischen Union als auch im Land weiter für die traditionelle Fischerei engagiert. Wir müssen uns gegen weitere Fangbegrenzungen stark machen. Wir brauchen – auch aus touristischer Sicht – die Kutter- und Küstenfischerei“, unterstrich Burkhard Lenz.
Da im Bereich der Küsten- und der Binnenfischerei eine Ertragssteigerung fraglich ist, gewinnt die Fischzucht in Aquakulturen an Bedeutung. 2010 wurden 700 Tonnen Fisch in Aquakulturen erzeugt, wobei dazu auch Teichanlagen für Karpfen zählen. Die Koalition hat ausdrücklich vereinbart die Aquakulturtechnologie zur Steigerung der Eigenversorgung weiterzuentwickeln. Diese politische Willenserklärung muss sich nun in konkreten Programmen niederschlagen. Ich bin optimistisch, dass wir mit dem Doppelhaushalt 2012/2013 die entsprechenden Akzente setzen“, so Burkhard Lenz.
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