Bundestagswahlkreis 15 wird größer
M-V verliert einen Wahlkreis 2013 an Hessen
Stralsund/Rügen (gü). Der bisherige Bundestagswahlkreis 15 von Dr. Angela Merkel (CDU), zu dem seit der Kreisgebietsreform der komplette Landkreis Vorpommern-Rügen gehört, wird mit der nächsten Bundestagswahl größer. Beim nächsten Urnengang im Herbst 2013 haben dann auch die Einwohner der Hansestadt Greifswald und des Amtes Landhagen Stimmrecht im Kanzlerwahlkreis. Die Veränderung macht sich aufgrund eines Gesetzentwurfes der Bundesregierung nötig. Demnach wird es in Mecklenburg-Vorpommern statt sieben nur noch sechs Bundestagswahlkreise geben. Aufgrund der demographischen Entwicklung verliert unser Land einen Wahlkreis, die übrigen Wahlkreise werden demnach neu zugeschnitten. Wegfallen wird der Bundestagswahlkreis 18 (bisher Neubrandenburg, Mecklenburg-Strelitz und Uecker-Randow).
Der für Mecklenburg-Vorpommern verlorene Bundestagswahlkreis geht nach Hessen, wie es weiter heißt. Dort sind im Laufe der letzten Jahre Ansiedlungen von Menschen in Größenordnungen zu verzeichnen. Alle 299 Bundestagswahlkreise in Deutschland sollen demnach mit dem neuen Gesetz ungefähr die gleiche Bevölkerungsanzahl haben. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass bei einer Abweichung um mehr als 15 Prozent vom Durchschnitt der Wahlkreise neue Zuschnitte erfolgen sollten. Bei einer Abweichung von mehr als 25 Prozent müssen sie neu zugeschnitten werden. In der Regel leben in einem Bundestagswahlkreis rund 250.000 Menschen.
Das Gesetz wird im Bundestag ab kommender Woche gelesen. Es wird aber erwartet, dass es parteiübergreifend eine große Mehrheit bei der Beschlussfassung mit Blick auf die Neuordnung erhalten wird. Aus dem Land Mecklenburg-Vorpommern sitzen insgesamt 14 Frauen und Männer für CDU, FDP, SPD, LINKE und Bündnis90/Die Grünen im Bundestag.
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