Bürgermeister mit IM-Affäre
Akte aufgetaucht: Schwere Vorwürfe gegen Thomas Gens
Hiddensee (gü). Bürgermeister Thomas Gens weiter unter politischem Druck! Wie das N3 Nordmagazin in der letzten Woche mehrmals berichtete, soll Gens für das Ministerium für Staatssicherheit der ehemaligen DDR gearbeitet haben. Demnach wurde Gens unter dem Decknamen „Dietmar Lehmann“ geführt.
Wie das Magazin und auch die OSTSEE ZEITUNG weiter berichten, war Gens Inoffizieller Mitarbeiter (IM). Dies gehe aus der Akte hervor, die dem Nordmagazin nach eigenen Angaben in der Sendung vorliege. Demnach soll der heutige Bürgermeister während seiner Zeit als Marinesoldat in Warnemünde Kameraden ausspioniert haben. Gens war seinerzeit auf der „Otto von Guericke“ stationiert. Mit dem Bekanntwerden der neuen Enthüllungen dürfte es jetzt für den Bürgermeister richtig eng werden. Denn mit der Kandidatur zum Bürgermeister hatte Gens die so genannte „Ehrenerklärung“ unterschrieben. Darin verpflichten sich Kandidaten gegenüber der jeweiligen Wahlleitung wahrheitsgemäß, beispielsweise nicht für die Staatssicherheit der ehemaligen DDR gearbeitet zu haben – weder offiziell noch inoffiziell.
Gens hat jetzt seine Anwälte mit der Wahrnehmung seiner Rechte beauftragt, wie die hiesige Tageszeitung am Sonnabend letzter Woche schreibt. Nun wird sich die Untere Rechtsaufsicht des Landkreises Vorpommern-Rügen mit dem Vorgang befassen müssen.
Gens war bereits im letzten Jahr im Zusammenhang mit seiner verschwiegenen Mitgliedschaft in der rechtsextremen DVU schwer unter Druck geraten. Die CDU hatte daraufhin seine Mitgliedschaft als annulliert bezeichnet.
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