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Dieser Artikel wurde am 10. November 2011 um 14:12 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Block IV ist verkauft

Letzter Abschnitt im „Koloss von Rügen“ veräußert

Prora (gü). Der letzte Block mit der Nummer IV im „Koloss von Rügen“ ist verkauft! Ein Sprecher der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) mit Sitz in Rostock bestätigte in der letzten Woche, dass der Block an einen privaten deutschen Investor veräußert worden ist. Der Kaufpreis soll demnach deutlich über den geforderten 500.000 Euro liegen, wie es in diesem Zusammenhang weiter heißt.

Die BIMA hatte demnach den Block IV im vergangenen Jahr zur Ausschreibung gebracht und nach Investoren gesucht. Im Laufe der Zeit hatten sich einige Interessenten auf die Ausschreibung gemeldet, so der Sprecher weiter. Allerdings wurden mit dem jetzigen Eigentümer die Verhandlungen aufgenommen, die in einen Kaufvertrag mündeten. Damit sind alle „verwertbaren“ Teile der als KdF-Bad zu NS-Zeiten geplanten und rund 4,5 Kilometer langen Immobilie an private Eigentümer verkauft. Lediglich Block V wurde an den ehemaligen Landkreis Rügen gegeben, der für das Deutsche Jugendherbergswerk eine Jugendherberge dort errichtet hat.

Dies ist aus heutiger Sicht auch die einzige Investition, die als abgeschlossen gilt. Block I gehört einem österreichischen Investor. Seine Ziele sind der Bau von Ferien- und Eigentumswohnungen. Im Block II will der in Binz bekannte Unternehmer Ulrich Busch eine touristische Nutzung mit Hotel und Wohnungen etablieren. Der Inselbogen GmbH gehört Block III. Hier sollte bereits seit einigen Jahren eine Sport- und Jugendakademie umgesetzt sein. Die Gemeinde Binz besteht darauf, dass im Block IV eine „gesunde Mischnutzung“ umgesetzt wird, wie Bürgermeister Karsten Schneider (parteilos) auf Nachfrage dieser Zeitung unterstreicht. Eine weitere Schaffung von Betten-Kapazitäten lehnt die Gemeinde ab, wie der Bürgermeister bestätigt. Gleichzeitig bedauert der Gemeindechef, dass seitens der BIMA nicht mit der Gemeindeverwaltung im Zuge des Verkaufs gesprochen worden ist. Er äußert die Hoffnung, dass man mit dem neuen Eigentümer gemeinsam an eine Entwicklung von Block IV gehen möchte. Die Gemeinde kann sich Investitionen in den Bereichen Bildung, Sport, Gesundheit und Kultur vorstellen, die in Block IV eine neue Heimstatt finden könnten. „Eine Universität wäre toll“, setzt Schneider auf Bildung und Jugend.

Insgesamt bezeichnet er die aktuellen Sachstände in den Blöcken als „unbefriedigend“.