Bewerbungsstart für die Landesgartenschau
Stadtvertretung beschließt, Verwaltung mit Vorbereitung zu beauftragen
Von Robby Günther
Putbus. Blumen, Blüten und Bäume! Die Signale für eine Bewerbung der Fürstenstadt als Austragungsort für die Landesgartenschau 2014/15 sind gestellt. Nach hartem verbalen Ringen am Montagabend während der jüngsten Stadtvertretersitzung ist mit großer politischer Mehrheit ein Antrag der Fraktion „Putbus, Denk mal“ angenommen worden, dass sich Putbus als Austragungsort bewerben soll. Lediglich die Fraktion DIE LINKE enthielt sich mit ihren zwei Stimmen bei dem Antrag.
So ist die Verwaltung beauftragt worden, sich die Unterlagen für die öffentliche Ausschreibung auf Landesebene beim zuständigen Ministerium abzufordern. Für die Erstellung der entsprechenden Unterlagen soll der beschlossene Masterplan Park Putbus als Basis dienen. Der Begleitausschuss Masterplan soll maßgeblich an der Erarbeitung der Bewerbung beteiligt werden. Immerhin ist Ende September dieses Jahres Bewerbungsschluss. Dann müssen umfangreiche Materialien im Schweriner Agrarministerium vollzählig vorliegen, wie es während der Aussprache hieß. Nunmehr wird die Verwaltung unter Bürgermeister Harald Burwitz (FDP) eine Terminkette mit den notwendigen Schritten zur Teilnahme an der Bewerbung vorlegen und eine Kostenschätzung vornehmen. Die Stadt Putbus tritt damit in den Wettstreit mit anderen Destinationen, die durchaus als ernsthafte Konkurrenten anzusehen sind. So beispielsweise Neustrelitz im Landkreis Mecklenburg-Strelitz. Aber auch Orte und Städte wie Güstrow, Barth und Neubrandenburg haben bereits Interesse bekundet.
Die Fraktion „Putbus, Denk mal“ setzt bei der Bewerbung und einem möglichen Zuschlag als Austragungsort auf die Nachhaltigkeit der Nutzung nach der LaGa, wie Fraktionsführer Knut Schäfer (CDU) unterstrich. Gerade auf die Nachhaltigkeit zielt der erarbeitete Masterplan zum Park ab. Lediglich die Finanzen fehlen der Stadt, um ihn zeitnah in die Tat umzusetzen. Da wäre die Ausrichtung einer Landesgartenschau ideal, betonten mehrere Redner am Montagabend.
In Anlehnung an vorangegangene Gartenschauen im Land geht Agrarminister Dr. Till Backhaus (SPD) von zehn bis 15 Millionen Euro Investitionen und fünf Millionen Euro im Durchführungshaushalt aus. Bei einer durchschnittlichen Förderung von 70 Prozent wären sieben bis zehn Millionen Euro Landesförderung für Investitionen sowie acht bis zehn Millionen Euro als kommunaler Aufwand notwendig. Prominente und parteiübergreifende Unterstützung bekommt der Antrag von Rügener Landespolitikern. Angelika Peters (SPD) und Burkhard Lenz (CDU) haben bereits ihre aktive Unterstützung für die Bewerbung zugesagt, so Schäfer.
Die Bewerbungsfrist läuft nun bis zum 30. September. Eine bis 31. August berufene Kommission wird ein Bewertungsschema entwickeln und anhand dessen bis November einen Vorschlag für eine mögliche Ausrichtergemeinde erarbeiten. Das Kabinett wird spätestens im Januar 2012 darüber entscheiden.
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