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Dieser Artikel wurde am 22. Dezember 2010 um 05:03 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Betreuungskonzept für Demenzkranke

Angehörigen-Seminar zu Fragen der Demenz im Mehrgenerationenhaus Sassnitz

Sassnitz (apf). Bereits zum 4. Seminar hatte das Sassnitzer Mehrgenerationenhaus im Grundtvighaus in der Seestraße zu einem Angehörigen-Seminar für pflegende Angehörige von Demenz Betroffener eingeladen. Und auch dieses Seminar unter Leitung von Referent Lars Möhring aus Potsdam war ein voller Erfolg, war während einer gemeinsamen Kaffeepause am 9. Dezember zu erfahren. „Wir haben Vieles erfahren, um besser mit der Veränderung des Krankheitsbildes umgehen zu können“, sagte eine Seminarteilnehmerin. Und eine andere: „Das Wissen um die Zusammenhänge macht den Umgang mit den zu Pflegenden leichter.“

Demenz ist der Oberbegriff für Erkrankungsbilder, die mit einem Verlust der geistigen Funktionen wie Denken, Erinnern, Orientierung und Verknüpfen von Denkinhalten einhergehen und die dazu führen, dass alltägliche Aktivitäten nicht mehr eigenständig durchgeführt werden können.

Das Auftreten dieser Erkrankung stellt Angehörige meist vor scheinbar unlösbare Herausforderungen, denn kaum vorher hat man sich mit dem Thema Demenz beschäftigt. Und eben hier setzt das Seminarangebot an. „Es geht darum, dass wir viele pflegende Angehörige ansprechen, um diesen in ihrer Situation zu helfen. Auch wollen wir die Toleranz in der Stadt entwickeln, um mit Demenz richtig umzugehen“, so Marina Funke. Sie leitet die Selbsthilfegruppe pflegender Angehöriger von Demenz Betroffener, die sich einmal im Monat im Mehrgenerationenhaus trifft. Hilfe zur Selbsthilfe ist das Anliegen der Gruppe. Kontakt zu ihr erhalten Sie telefonisch unter (038392) 57726.

„Das Wissen um die Zusammenhänge und das Erkennen, wie sich der Beziehungsaufbau verändert ist entscheidend, um als nicht Betroffener mit der Krankheit umgehen zu lernen“, so Referent Lars Möhring, Dozent für Gerontopsychiatrie. Die Seminarteilnehmer hatten ihrerseits viele Erfahrungen im Umgang mit den zu pflegenden Angehörigen mitgebracht und haben während des Seminares erfahren, „Warum das so ist“. „Das Seminar hat uns Mut gemacht, weil uns Herr Möhring gezeigt hat, wie und warum wir ’ganz normal’ mit den Betroffenen umgehen können“, fasste eine Teilnehmerin zusammen.

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