Bericht des Ausländerbeauftragten im Kreistag
Neue Ausstellung mit afrikanischen Karrikaturen
Bergen auf Rügen (gü). 684 Ausländer leben derzeit auf Rügen. Darüber informierte der Ausländerbeauftragte des Kreistages, Andreas Bachmann (FDP), während der letzten Sitzung des Kreistages am zurückliegenden Donnerstag. In regelmäßigen Abständen hat der Ausländerbeauftragte dem Kreistag zu berichten. Mit den Polen und Russen sind dies die beiden größten Nationalitäten, die sich auf Rügen aufhalten. Insgesamt sind fast 20 Nationen unter den ausländischen Mitbürgern zu finden, so Bachmann weiter.
Immerhin 390 von ihnen sind über 35 Jahre alt, 50 von ihnen sind erst unter 16 Jahre alt. In Mecklenburg-Vorpommern leben rund 29.700 Ausländer, das sind 1,6 Prozent an der Gesamtbevölkerung des Bundeslandes. Im Jahr 2009 fanden acht Einbürgerungen statt, im letzten Jahr waren es 20, wie der Ausländerbeauftragte ergänzt. Aktuell gibt es keine Asylbewerber im Landkreis Rügen, 17 Ausländer leben mit einer so genannten Duldung auf der Insel. Im neuen Großkreis wird es ein zentrales Asylbewerberheim geben, dies wird dann in Stralsund eingerichtet. Bis Oktober letzten Jahres lebten 12 Flüchtlinge aus Somalia im Landkreis, die diesen dann aber verlassen haben, so Bachmann weiter.
Der Ausländerbeauftragte nutzte seinen Bericht, um alle Kreistagsmitglieder und interessierte Einwohner auf eine neue Ausstellung aufmerksam zu machen. Diese wird am kommenden Montag, 23. Mai, um 18 Uhr in der Kurverwaltung Sellin (Warmbadstraße 4) eröffnet und steht unter dem Motto „Afrika - chancenlos oder im Kommen?“
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