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Dieser Artikel wurde am 20. Oktober 2010 um 01:40 Uhr in der Rubrik Wirtschaftsnachrichten veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Bergen auf Rügen will Stadt der Bildung werden

Mit dem Medien-Informations-Zentrum wird eine „Markt - Lücke“ geschlossen

Bergen auf Rügen (apf). Rügens Kreisstadt ist auf dem besten Weg zur Auf dem Weg zur Stadt der Bildung - Stadt der Gesundheit und Stadt der Kultur. Denn mit dem Medien - Informations - Zentrum am Markt, für das am vergangenen Freitag im Beisein von Dr. Angela Merkel (MdB) der Grundstein gelegt wurde, wird nicht nur eine im Wortsinne „Markt - Lücke“ geschlossen, sondern ein weiterer Schritt auf dem Wege in das multimediale Zeitalter beschritten. Gleichfalls ist dieses nun bis 2012 wachsende funktionale Bauwerk nach seiner Fertigstellung im Zusammenhang mit der im Bahnhofsquartier der Stadt entstehenden Gesundheits-Akademie Rügen zu sehen.

Ausgangspunkt war der Umstand, dass sich die Bibliothek in der Bahnhofstraße in einem stark sanierungsbedürftigem Gebäude befindet. Die Bibliothek entspricht zudem nicht mehr den heutigen modernen Bildungsansprüchen einer Bibliothek für alle Altersgruppen und bedarf einer Modernisierung und Anpassung an den heutigen Standards der gängigen Medien. Deshalb beschlossen die Stadtvertreter am 9. Mai 2007 die Standortverlagerung der Bibliothek von der Bahnhofstraße in die Baulücke am Markt 12. Seit diesem Zeitpunkt laufen die Planungen für das Vorhaben und ebenso die Bemühungen, eine machbare Finanzierung für die rund 2,36 Millionen teure Investition auf die Beine zu stellen.

Diese steht, wie am Freitag zur Grundsteinlegung zu vernehmen war. Dr. Angela Merkel brachte rund 800.000 Euro vom Bund mit nach Bergen, „einer Stadt, die ein klares Konzept hat und zur Stadt der modernen Bildung werden will“, wie sie es nannte. Bis zu 800.000 Euro sind aus dem Land zu erwarten, so Staatssekretär Jörn Mothes, Referatsleiter im Kultusministerium M-V. Die Stadt selbst trägt ebenso 800.000 Euro an Eigenmitteln für den innovativen Bau.

Der wird sich in vielen Details auf Neuland bewegen - mit modernem Design, innovativer Technik und einem zukunftsweisenden Energiekonzept. Schwerpunkte für Letzteres bildet schon die Fassade als Energiespender, das Kapillarglas für blendfreies Licht und transparente Wärmedämmung, die Eigenstromversorgung durch Fotovoltaikanlage, einer Energiequelle mit einer Brennstoffzelle für 50 Jahre Sicherheitsbeleuchtung und Wärmerückgewinnung bei Luft und Wasser durch eine moderne Wärmepumpenanlage. Erdwärmesonden ermöglichen sowohl die Heiz- als auch Kühlfunktion und übernehmen für das über 800 Quadratmeter große Medien - Informations - Zentrum rund 60 Prozent der Heizenergie für die Grundlast der Heizungsanlage.