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Dieser Artikel wurde am 30. Dezember 2009 um 08:05 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Bergen auf Rügen: Gartenverein „Sonnenschein“ sucht Wissende

Im Jahre 2013 wird 50. Jubiläum gefeiert - Zeitzeugen sind gesucht

Bergen auf Rügen (apf). Max Schmeling ist 1. Stellvertreter und verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit im am 1. Mai 1963 gegründeten Bergener Gartenverein „Sonnenschein“. „Wir müssen heute schon beginnen, für dieses Jubiläum unsere Geschichte aufzuarbeiten“, ruft er auf und hatte dazu bereits am 29. Juli dieses Jahres Männer und Frauen der ersten Stunde in die Vereinsgaststätte „Sonnenschein“ eingeladen. Und er stellte die Frage in den Raum: „Wie hat es damals angefangen, wer war derjenige, der der Anlage Leben eingehaucht hat?“ Damals entwickelte sich schon eine lebhafte Diskussion und Bruchteile der Vereinsgeschichte sind wieder an das tageslicht gekommen und wurden fein säuberlich aufgeschrieben, denn es soll eine Chronik des traditionsreichen Vereines entstehen.

Da war zu hören, dass am 1. Mai 1963 die Kleingartensparte „Sonnenschein“ von Stadtbaudirektor Knüppel gegründet wurde, die von Anfang an dem Ortsverein zugehörte. Fünf Hektar Land wurden der Sparte von der Stadt übergeben und immerhin fast 200 Anmeldungen lagen für die seit April 1963 durch Herrn Clemens, verantwortlich für Kleingärten beim Kreis, verteilten Grundstücke vor. Von 1963 bis 1969 standen der Sparte Uli Plötz (bis 1965) als Kommissionsvorsitzender sowie Franz Chiebora und Karl Walter vor. Von 1970 bis 1978 übernahm Friedrich Wilhelm Peters diese Aufgabe. Nachdem die Gartensparte am 8. Dezember 1978 aus dem Gartenverband ausgetreten ist und zur selbständigen Gartensparte wurde, Gründungsversammlung in der Gaststätte Bergen-Süd, wurde begonnen, Protokoll zu führen, so dass hier in diesen Protokollen noch viele nützliche Details für eine Chronik zu finden sein werden. Doch darüber, wie sich der Anfang vollzog, gibt es nur wenige Informationen und Fotos.

Die Vereinsvorsitzenden waren Helmut Prieske (bis März 1995) und Erwin Schallenberg, der noch heute das Amt begleitet.

Am 15. März 1992 wurde schließlich aus der Gartensparte der Kleingartenverein „Sonnenschein“ e.V., der heute über 77.616 Quadratmeter Fläche verfügt, auf der 246 Gärten bewirtschaftet werden. Am Anfang waren die Gärten ursprünglich übrigens zur Tierhaltung gedacht, auch, um die Selbstversorgung zu sichern. Deshalb waren die Gärten mit 500 Quadratmetern auch größer, als normale Kleingärten, war auf der Zusammenkunft ebenso zu erfahren, wie auch der Umstand, dass seit dem 12. Mai 1986 Strom in der Anlage zur Verfügung stand ...

Viele Fragen sind aber noch offen geblieben und suchen eine Antwort. Wer also noch etwas zur Kleingartensparte „Sonnenschein“ weiß oder Dokumente, Belege oder Fotos aus der Anfangszeit besitz, der möge sich dringend bei Max Schmeling im Bergener Otto-Grotewohl-Ring 40 melden oder auch telefonisch unter (0171) 8411101. Die Zeit vergeht viel zu schnell und sie wach zu halten bedeutet schließlich auch, Geschichte zu schreiben.