Baubeginn für Schilfrohr gedeckte Wohn- und Ferienhäuser
Ummanzer hoffen auf Zuzug durch attraktive Wohnanlage mit Blick auf den Focker Strom
Von Wolfgang Urban
Mursewiek. Der Ummanzer Bürgermeister Ernst-August Lange ist nicht als Schönredner von Gegebenheiten bekannt. Nicht selten ist hart Kritisches von ihm zu hören und dabei beweist er auch zum Ärger mancher Behörden viel Ausdauer. Um so bemerkenswerter ist es, wenn der Bürgermeister einfach sagt: Alles in allem eine tolle und vor allen Dingen schicke Sache. Damit meint er das Baugebiet Ummanz, am Focker Strom. Hier, kurz vor der Insel Ummanz, sollen Schilfrohr gedeckte Wohn- und Ferienhäuser entstehen. Manche sagen dazu auch Reetdach-Häuser. Stolz verwies der Bürgermeister im neuen Baugebiet auch auf die Rohrdachdecker-Leistungskraft in seiner Region. UND wer Ummanz kennt, der wird sicher sofort wunderschöne Schilfrohrdächer, z. B. in Freesenort, vor Augen haben. Von dort erblickt man übrigens hinter dem Wasser in der Ferne die Silhouette von Stralsund. Vom neuen Baugebiet in Mursewiek kann man indes über den Focker Strom in Richtung Ostummanz und Nordrügen schauen. Noch etwas besonders Idyllisches war beim ersten Spatenstich vom neuen Baugebiet aus zu sehen. Angesichts dessen kam dann allerdings auch gleich wieder die kritische Ader des Bürgermeisters in Bewegung. Mit vorwurfsvollem Gesicht in Richtung Presse beschwerte er sich darüber, dass über die da zu sehenden Tiere zur Zeit nicht geschrieben wird. Frei nach dem Motto, dass wohl nur tote Vögel eine Chance haben mittels Zeitungen berühmt zu werden.
Das trifft natürlich nicht auf alle Blätter zu und so seien sie hier erwähnt, die man so herrlich vom Baugebiet aus sehen konnte: Wildgänse und Kraniche, die sich nicht weit entfernt auf einem Feld stärkten. Die Ummanzer Region ist ein besonders reizvolles Naturparadies. Es ist ideal geeignet für Menschen, die mehr die Idylle als den Trubel an der Bäderküste mögen und lieber ab und zu dort hin fahren, als dort zu wohnen. Dass indes auch in der herrlichen Landschaft der Gemeinde Ummanz die Früchte nicht vom Himmel fallen, verdeutlichte Bürgermeister Lange anhand von Negativbeispielen. Er nannte Orte und Bauvorhaben, wo Großes verkündet wurde und es bislang nur einen Versteigerungs- oder Weiterverkaufsreigen gibt. Gerade angesichts dessen sei es höchst erfreulich, was jetzt am Focker Strom entsteht. Dabei lag die Betonung auf der Sicherheit des Gefühls, dass hier wirklich gebaut wird. Um sich dessen sicher zu sein, hatten sich Ummanzer nach dem ersten Kontakt mit der NCC Deutschland GmbH in Putgarten nach der Firma erkundigt. Die schilfrohrgedeckte Wohnanlage Arkonablick, die NCC am Ortsrand von Putgarten baut, und die diesbezüglich guten Erfahrungen der Gemeinde mit dem Unternehmen seien ausschlaggebend dafür gewesen, dass NCC jetzt auch in der Gemeinde Ummanz tätig sein kann. Die zuständige NCC-Projektleiterin Nadine Mock hat ihren Sitz in Bergen: Tel. (0 38 38) 31 59 12.
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