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Dieser Artikel wurde am 05. August 2009 um 05:28 Uhr in der Rubrik Titelthema veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

B96n - Die unendliche Geschichte geht weiter

Geht es den Umweltverbänden möglicherweise um totale Verhinderung?

Rügen (apf). Vom 13. bis 17. Juli fand die 3. Nach- Anhörung zum geplanten Neubau der B 96n zwischen Altefähr und Bergen statt. Am 20. Juli folgte dieser unter der Überschrift „Straßenbau contra Wirtschaft und Vogelschutz?“ eine Pressemitteilung des NABU Kreisverbandes Rügen, in der neben der seit Jahren obligaten Kritik an der Einhaltung europäischer Vogelschutzbestimmungen nun auch der Vorwurf laut wird, dass sich die neue B96n wegen fehlender Anbindungen von Rambin und Teschenhagen gegen die wirtschaftliche Entwicklung richte. Dargestellt wird vom NABU, dass die Umweltverbände nun ein modifiziertes Alternativkonzept vorgelegt haben, das den Ausbau der Straße auf der bestehenden Trasse der B96 vorsieht.

Spätestens hier stellt sich nun die Frage, worum es NABU und Umweltverbänden wirklich geht. Ist das Ziel der Aktionen die den objektiven Bedingungen entsprechende Lösung oder die komplette Verhinderung des Neubaus der B96n? Denn eines dürften die Damen und Herren in den Umweltverbänden wissen: Der Verkehrswegeplan Deutsche Einheit, in dessen Ergebnis der Bau der B96n realisiert werden kann, finanziert ausschließlich Neubau und nicht Ausbau. folgendes sollte an dieser Stelle auch nicht verschwiegen werden: Im „Gesetz über Kreuzungen von Eisenbahnen und Straßen“ (Eisenbahnkreuzungsgesetz) wird im §2 eine für den Neubau der B96 maßgebende Festlegung getroffen. Dort heißt es, dass neue Kreuzungen von Eisenbahnen und Straßen als Überführungen herzustellen sind. Dies trifft auch für den Fall zu, dass die alte B96 ausgebaut würde. Es würde also so oder so notwendig, Brücken zu bauen. Zudem kommt noch etwas hinzu: Würde die Straße tatsächlich als Kraftfahrtstraße ausgebaut, müssten im unmittelbaren Umfeld in bestimmten Abschnitten Wirtschaftswege bzw. Straßen für langsam fahrende Fahrzeuge errichtet werden, die auf einer Kraftfahrstraße nichts zu suchen haben. Der Flächenverbrauch hier wäre nur unwesentlich geringer als der bei der jetzt geprüften Variante des Neubaus, so Joachim Rascher von der DEGES. Es bleibt dabei, dass die durch die DEGES geprüfte Variante des Neubaus der B96n aus wirtschaftlicher und aus Sicht der Umwelt die verträglichste ist. Davon würden dann sicher auch die 5.100 Pendler profitieren, welche zwischen Rügen und dem Festland zur Arbeit pendeln - und so nicht mehr im Stau stünden.

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