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Dieser Artikel wurde am 30. Juli 2008 um 05:03 Uhr in der Rubrik Störtebeker Festspiele veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Auf Rügen zu arbeiten ist wie ein 6er im Lotto

Mike Hermann Rader in der Rolle des schwedischen Adeligen „von Wangel“

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„Von Wangel“ (Mike Hermann Rader - Mitte) im Disput mit „Freya von Pecatel (Ingrid van Bergen) und „Albrecht von Pecatel“ (Norbert Braun). Foto: Pfaffe

Von Andreas Pfaffe

Seit sechs Jahren zählt mit Mike Hermann Rader (35) auch ein Rüganer Urgestein, genauer ein Wittower, zum Ensemble der Störtebeker Festspiele. Er begann seine Schauspielerkarriere mit einem Praktikum im Berliner Metropol-Theater, bevor er ein Studium an der Humboldt Uni aufnahm. 1995/96 suchte er die Herausforderung als Freier Mitarbeiter Hörfunk beim ORB (rbb) und dann folgte schließlich das Schauspielstudium am Theaterstudio Berlin. Nach dem erfolgreichen Abschluss schlossen sich Engagements an der Neue Bühne Senftenberg und am Theater der Altmark Stendal an. Sehr schnell wurde seine menschliche und schauspielerische Größe auch beim Film erkannt. So war er beispielsweise in den Produktionen „Die Insel des Lichtes“ (2007 ZDF), „Der letzte Einsatz“ in der Rolle des MEK Thorsten Loos (2006 RTL), der Kinokomödie „Parkpuffer“ als Steffen Werner (2006) oder auch als Notarzt Dr. Berg in der ZDF-Serie „Hallo Robbie“ (2003/04) zu erleben. Im vergangenen Jahr hatte Mike Hermann Rader die Rolle des Kommissar „Fenner“ in der RTL Serie „Posch“ übernommen. Ebenso wird er in dem Film „Tracks“, der im Herbst in die Kinos kommt, zu erleben sein.

Mike Hermann Rader fühlt sich, bei all den Dreharbeiten, auf Rügen und Wittow am wohlsten. Logisch, dass er da vor sechs Jahren die Herausforderung bei den Störtebeker Festspielen suchte. „Ich war als Kind Turmspringer und Reiter und da dachte ich mir, dass ich neben athletischen Voraussetzungen auch die Geschwindigkeit zum Kämpfen mitbringe.“ Also folgte die Bewerbung bei Peter Hick und nach dem Vorreiten stand fest: Mike Hermann Rader gehört zum Team. Rollen mit total unterschiedlichen Charakteren hat er seitdem gespielt. Erinnert sei an den Sympathie erntenden Buckel-Jan im Stück „In Henkers Hand“ (2006). In dieser Saison spielt Mike Hermann Rader im Stück „Der Seewolf“ den schwedischen Adeligen „von Wangel“. „In der Rolle steckt eine ganze Menge Arbeit, weil auch viele Kampszenen einander abwechseln. Doch den Bösewicht zu spielen ist für mich eine Herausforderung. Es macht Spaß, einmal böse zu sein und die Leute aufzuhetzen“, gesteht Mike Hermann Rader. Und nach einem Moment der Überlegung fügt er ein: „Doch eigentlich ist er ja gar nicht so böse, denn er bringt Argumente an, die stechen und er hat Prinzipien. Für seine Sache, ‚Für König und Vaterland', steht er gerade und seinen Mann.“

Seinen Mann, oder besser gesagt seinen Vater, steht der Familienmensch Mike Hermann Rader ebenso mit Leidenschaft. Besonders jetzt, wo die Familie von Berlin wieder nach Rügen gezogen ist. Sohn Michelson (4) fühlt sich schon jetzt stark wie Störtebeker und Tochter Annemarie (8) ist ebenso ein Fan des Piraten. Wie das bei den Zwillingen Fritz und Minna (1) einmal sein wird, bleibt abzuwarten.

In seiner Freizeit segelt der Schauspieler sehr viel. Besonders Skandinavien hat es ihm angetan. Doch auch vom Hafen Breege zur Arbeit wird oft gesegelt. „Da greift auch meine Annemarie schon gerne mal zum Ruder, um ihren Papa zur Arbeit zu bringen.“

Mike Hermann Rader ist ein rundum glücklicher Mensch. Diese Zufriedenheit strahlt der sympathische Rüganer auch aus. „Hier auf Rügen, zu Hause, zu arbeiten ist wie ein Sechser im Lotto.“ Wenn die Saison in Ralswiek zu Ende ist, wird er sich wieder dem mit Dietmar Lahaine (Goedeke Michels) aufgelegten Projekt „Die Herricht & Preil Show“ widmen, ebenso wie dem Programm „The Short Happy Life - Whisky, Songs & Hemingway“, das er mit Sascha Gluth (Klaus Störtebeker) realisiert. Für Januar steht ein besonderes Unternehmen an. Nachdem er bereits 2004 für den Fernsehsender 3Sat als Moderator des Rügenreisebericht zu erleben war, wird er eine in Südafrika zu drehende Reportage moderieren, die sich damit befasst, wie dort ein kleiner Junge mit einem Weißen Hai frei im Ozean schwimmt und spielt.

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