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Dieser Artikel wurde am 08. Februar 2012 um 06:57 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Arbeitslosenquote im Januar kräftig gestiegen

6.473 Frauen und Männer auf Rügen arbeitslos gemeldet

Bergen auf Rügen (gü). Über eintausend Rüganer mussten im Januar den Gang in die Bundesagentur für Arbeit (BA) antreten! DieArbeitslosigkeit auf Deutschlands größter Insel ist von Dezember 2011 zu Januar 2012 um 1.202 Personen auf 6.473 Frauen und Männer gestiegen. Dies wurde im Rahmen des so genannten Statistiktages am 31. Januar deutlich.

Somit waren es aber auch 61 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. DieArbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Januar 18,4 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 18,2 Prozent, wie es weiter hieß. Im Dezember lag sie noch bei 15 Prozent. Die prozentualen Unterschiede vom Januar 2011 und 2012 sind auf einen Rückgang der Gesamtzahl der Erwerbstätigen zurückzuführen.

Dabei meldeten sich 2.172 Personen neu oder erneut arbeitslos, das warne 209 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 965 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-79). DerBestand an Arbeitsstellen ist im Januar um 88 Stellen auf 547 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 84 Arbeitsstellen mehr. Die Rügener Arbeitgeber meldeten im Januar 246 neue Arbeitsstellen, dass sind 43 weniger als vor einem Jahr.

Die aktuellen Zahlen schlüsseln sich wie folgt auf: Von den 6.473 Arbeitslosen sind 3.300 Männer (51 Prozent) und 3.173 Frauen (49 Prozent). Unter diesen sind 628 Arbeitslose im Alter von 15 bis unter 25 Jahre (9,7 Prozent). Darunter sind 52 Arbeitslose im Alter von 15 bis unter 20 Jahre. des weiteren sind 2.469 Arbeitslose in einem Alter von 50 bis unter 65 Jahre (38,1 Prozent), darunter wiederum 1.333 Arbeitslose von 55 bis unter 65 Jahren (20,6 Prozent). Hinzu kommen 929 Langzeitarbeitslose (14,4 Prozent), 324 schwerbehinderte Arbeitslose (fünf Prozent) sowie 101 ausländische Arbeitslose (1,6 Prozent).

Die Gesamtarbeitslosenquote im neuen Landkreis Vorpommern-Rügen lag im Januar bei 17,7 Prozent. Damit bildet der Landkreis unter den Landkreisen und kreisfreien Städten einen traurigen letzten Platz in der Januar-Statistik. Gründe hierfür werden stark mit der Situation in der Tourismusbranche gesehen. Nach dem erfolgten Jahreswechsel gibt es allerorten zahlreiche Entlassungen, ehe die Saison zu Ostern wieder los geht und Einstellungen vorgenommen werden.