Anzahl gefundener toter Wildvögel im Land geht zurück
Zwei neue positiv getestete Fälle im Hafen Wismar und auf Rügen
Wismar/Rügen (RA). Die Anzahl gefundener toter Wildvögel im gesamten Bereich Mecklenburg-Vorpommerns weist eine abnehmende Tendenz auf. Am 27. Februar wurden 183 Wildvögel an das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) bzw. das Friedrich-Loeffler Institut (FLI/Riems) zur Untersuchung geschickt.
Dabei wurden 74 Proben untersucht. Zwei davon wiesen den H5N1-Erreger auf: Eine im Seehafen Wismar gefundene Reiherente und eine Wildente aus der Nähe von Bergen auf Rügen. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der positiven Befunde in Mecklenburg-Vorpommern auf 121. In Wismar wurde die Drei-Kilometer-Schutzzone um den Fundort eingerichtet.
Auf Rügen konzentrieren sich die Maßnahmen auf die Bereiche Vitte und Tetzitzer See. Die Desinfektionsschleuse am Rügendamm wurde am Montagabend abgebaut, so dass dadurch keine Verkehrseinschränkungen mehr bestehen. Die Maßnahmen im Bereich Wittower Fähre und Fährhafen Sassnitz werden fortgeführt.
Weiterhin ist im ganzen Land Mecklenburg-Vorpommern keine Infektion in Nutztierbeständen zu verzeichnen. Trotzdem werden alle ergriffenen Maßnahmen beibehalten, die eine Einschleppung des Virus in Hausgeflügelbestände verhindern. Die Anzahl der Kräfte der Bundeswehr auf Rügen wurde inzwischen auf 198 reduziert. Dafür wurden 20 Bundeswehrsoldaten zunächst für den heutigen Dienstag in den Landkreis Ostvorpommern verlegt, um dort beim Suchen und Einsammeln toter Wildvögel zu helfen.
Im Bereich Rügen und Ostvorpommern kommen heute erneut Hubschrauber zum Einsatz, um Ansammlungen von Wildvögeln zu sichten und Fundstellen toter Vögel festzustellen. Gestern waren die Halbinsel Wustrow und das Salzhaff (Landkreis Bad Doberan) überflogen worden.
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