Anti-Gewalt-Woche mit vielen Angeboten
Vom 19. bis 26. November stehen auf Rügen die Zeichen auf familiären Frieden
Rügen (apf). Im eigenen Heim leben Frauen am gefährlichsten. Weltweit ist das so, auch in Deutschland. Häusliche Gewalt ist die häufigste Ursache von Verletzungen bei Frauen: Häufiger als Verkehrsunfälle und Krebs zusammen genommen. Für Frauen ist das Risiko, durch einen Intimpartner Gewalt zu erfahren, weitaus höher als das, von einem Fremden tätlich angegriffen zu werden. Bildung, Einkommen, Alter und Religionszugehörigkeit sind dabei völlig bedeutungslos. Am Freitag dieser Woche wird deshalb mit dem Rügener Jugendforum im UC-Kino die Anti-Gewalt-Woche 2010 auf der Insel eingeläutet. Offizielle Eröffnung ist dann am 22. November mit der Fachtagung „Gewalt erkennen - Befunde dokumentieren - Opfer informieren“ ab 9 Uhr im Berufsbildungswerk Greifswald. Bis zum 26. November schließen sich dann auf Rügen nachfolgende Veranstaltungen an:
Benefizkonzert am 24. 11. um 17 Uhr in der St. Marienkirche Bergen
Benefizkonzert mit dem Chor der Klassenstufe 8 bis 12 und Schülerorchester „ad libitum“ des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Bergen unter Leitung von Ole Freimuth und Kantor Frank Thomas. Rund 90 Sängerinnen und Sänger sowie Musiker werden Sie in der Kirche bei ausgezeichneter Akustik erfreuen. Bestandteil des Benefizkonzertes wird auch wieder die Kerzenaktion „Ein Licht für jede Frau“ sein. Dabei werden Kerzen und Teelichter für jede Frau anonym entzündet, die auf der Insel durch häusliche Gewalt betroffen war oder betroffen ist und deren Schicksal den Gästen des Konzertes bekannt wurde.
Selbstverteidigungskurs „Gewalt gegen Frauen - nicht mit uns!“
Zu diesen Kurs des „Frauen für Frauen Rügen e.V.“ und des Landkreises Rügen, der am 24. November um 18.30 Uhr für Mädchen und Frauen im Alter von 18 bis 55 Jahren in der Netzwerkstelle „Frauen und me(e)hr“ in der Hermann Matern Straße 34 in Bergen beginnt (weitere Termine: 1., 8. und 15. Dezember jeweils 18.30 Uhr an gleichem Ort) und durch Sven Schwarzrock, Schulleiter Wing Revolution Bergen, sind Sie zur kostenfreien Teilnahme eingeladen. Bei diesem Kurs werden die Teilnehmer lernen, Bedrohungssituationen zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Im Training werden diese Situationen bis zur Eskalation trainiert und die Teilnehmer leisten aktive Gegenwehr. Sie erkennen eigene Stärken und Schwächen und diese auch beim Angreifer. Ebenso werden Möglichkeiten trainiert, die eigene Stärke mittels Hilfsmittel zu verstärken. Auch die Verteidigung am Boden wird erläutert und trainiert. Teilnehmerinnen bringen zum Kurs robuste Sportbekleidung (lange Hose, Sportschuhe, T-Shirt) mit. Nachfragen und Anmeldungen über Djamila Ilanz unter Telefon (03838) 813313.
Gerlinde Voltz - So ist Kenia - Erfahrungsbericht aus Reisen in das afrikanische Land
Am 25. November um 18 Uhr werden Sie Dinge erfahren, die Sie beeindrucken werden.Gerlinde Voltz berichtet in der Netzwerkstelle „Frauen und me(e)hr“ in der Hermann Matern Straße 34 über das, was sie in Kenia gesehen und erlebt hat - einer Welt, die mit der unseren in keiner Weise vergleichbar ist. Sie werden beeindruckt sein und erkennen, was Leben tatsächlich bedeutet.
Arbeitskreis „Soziale Fragen“ in Sassnitz
Am 25. November findet um 10 Uhr im Ratssaal des Rathauses Sassnitz eine Sitzung des Arbeitskreises für soziale Fragen statt. Dabei wird die Arbeit des Sozialen Netzwerkes Hilfen für Kinder und Jugendliche durch Andrea Lilie, Koordinatorin des Sozialen Früherkennungs- und Hilfesystems auf der Insel Rügen vorgestellt.
Fahnenaktion
In Bergen und Sassnitz werden Fahnen der Menschenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES gehisst. Diese Organisation setzt sich dafür ein, dass Frauen und Mädchen ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes Leben führen können und unveränderliche Rechte genießen.
« Nächster Artikel
Pokalwettkampf der Landrätin als Highlight der Rügener Esskultur
Vorheriger Artikel »
Ogilvie: „Güttin mit Kurtaxe finanzieren“
