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Dieser Artikel wurde am 02. August 2006 um 03:07 Uhr in der Rubrik Wirtschaftsnachrichten veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Altlasten verschwinden, Häuser entstehen - kein Recht auf freie Sicht für Kritiker

Pro und Contra nach Entscheidung der Gemeindevertretung, den B-Plan Nr. 12 Wohngebiet südlich der Hövtstraße auf den Weg bringen zu lassen

Von Robby Günther

Gerade einmal knapp einen Hektar betrifft die Fläche, die nach einem schlussendlich genehmigten B-Plan mittels Neubauten wieder versiegelt werden würde. Das restliche Gelände, das auf unserem Bild eingekreist ist, bleibt für die kommenden 30 Jahre frei von Bebauung. Das ist mittels einem Notarvertrag am 19. Juli zwischen Volk und Viola Höfs sowie dem Landschaftspflegeverband Ostrügen e.V. verbindlich geregelt worden. Was nach den 30 Jahren an dieser Stelle passiert oder passieren kann, ist aus heutiger Sicht uninteressant.

Wir haben uns als Vorhabensträger intensiv mit dem Landschaftspflegeverband Ostrügen e.V. auseinandergesetzt. Zudem haben wir erste Gespräche mit dem Amt für das Biosphärenreservat Südost-Rügen geführt, um nach Möglichkeiten zu suchen, unsere Ideen verträglich in der Natur umzusetzen, so Lars-Carsten Volk. Neben den sechs eingangs bezeichneten Baufenstern sind in der Planung weitere sieben Baugrundstücke westlich vorgesehen, die in einer Flucht entlang der Hövtstraße entstehen könnten. Auf alle Fälle soll Ende dieses Jahres mit dem Abriss der Altbauten begonnen werden. Dabei werden auf dem Areal alle alten Leitungen aus der Erde entfernt, um das Gebiet, das nicht bebaut werden soll, komplett zu renaturieren.

Proteste und kritische Stimmen einzelner Göhrener und weit entfernter Beobachter möchte die Investorenfamilie nicht näher kommentieren. Im alten Entwurf des F-Plans war seit dem Jahr 1992 in der Hövtstraße eine einreihige Wohnbebauung vorgesehen. Zwar sei diese vor geraumer Zeit aus dem F-Plan gestrichen worden. Doch die Gemeindevertretung hat nunmehr nach Konkretisierung unserer Planungen mehrheitlich den Beschluss gefasst, dass an dieser Stelle der Wildwuchs und die Altlasten verschwinden sollen und als Ausgleich eine Reihe von Häusern erbaut werden können, so Volk. Volk und Höfs beginnen jetzt damit, den B-Plan vorzubereiten, der immerhin genehmigt werden muss . . .