Aldi-Markt nicht vom Tisch
Neues Verkehrskonzept soll altes Vorhaben wiederbeleben
Ostseebad Sellin (sb). Ein Tagesordnungspunkt überraschte auf der Bekanntmachung der Gemeinde: 6.2 Beratung und Beschlussfassung zur Ansiedlung eines Aldi-Marktes neben der Tankstelle (1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 15 „Sportplatz Baabe“).
Das Projekt war bereits gestorben, konnten sich Gemeinde und Vorhabensträger einfach nicht auf einen Standort einigen. Jetzt drehen sich die neuaufgenommenen Verhandlungen wieder um das Grundstück neben der Tankstelle, das Aldi fokussiert. Bei den Verhandlungen über das Grundstück, das der Gemeinde Baabe gehört, Sellin aber im Falle eines positiven Ausgangs die Planungshoheit inne hätte und auch die Gewerbesteuer abfassen würde, entschied sich die Gemeindevertretung in Sellin damals mehrheitlich gegen diesen Standort.
Die Sorge auf deren Seite: an diesem ohnehin schon sensiblen Verkehrsknotenpunkt mit der Abfahrt zur Tankstelle, zum Kaufhaus Stolz sowie dem Netto-Markt sei mit noch größeren Problemen gerade in der Hochsaison zu rechnen. Dieses Problem kam auf der vergangenen Gemeindevertretersitzung erneut zur Sprache. Die Gemeinde Baabe habe mit Aldi gesprochen und dem Investor die Möglichkeit eines Erbaupachtvertrages für das Areal zugesichert. Sellins Bürgermeister Reinhard Liedtke beauftragte aus diesem Grund im Mai Planer Heinrich Vulter, der nun eine Verkehrskonzeption mit einer Entflechtung der momentan kritischen Verkehrslage prüfen soll. Die Kosten dafür müsse der Investor tragen.
Sobald eine verträgliche Lösung für eine Zuwegung sowie die zum Teil öffentliche Nutzung eines Parkplatzes am geplanten Markt geklärt sei, könne das Vorhaben angeschoben werden. Ihr OSTSEE ANZEIGER - Der Rüganer wird Sie über Neuigkeiten in puncto Aldi-Markt informieren.
« Nächster Artikel
Der lange Weg zur Rügen-Magistrale nähert sich dem Ziel
Vorheriger Artikel »
Thema der Woche: Ordnung & Sicherheit
