Absturzprobrobleme in Lohme
Wie weiter mit dem aktiven Kliff?
Lohme (ur). Befragt danach, ob ihm als Lohmer Bürgermeister ein Abriss-Termin für das absturzgefährdete Diakonie-Gebäude in Lohme bekannt sei, sagte Jörg Burwitz: „Einen solchen Termin gibt es noch nicht. Ich hoffe, dass der Eigentümer, also die Evangelische Suchtkrankenhilfe Mecklenburg-Vorpommern gGmbH, endlich das Gebäude abreißt, und falls sie dies nicht von selber tut, der Landkreis bzw. das Land mit einer entsprechenden Verfügung dafür sorgen.
Leser Sie dazu unseren Kommentar von Wolfgang Urban:
Im RÜGANER ANZEIGER vom 14. November wurden Fotos veröffentlicht, die eindeutig belegten, dass sich das absturzgefährdete Diakoniegebäude in Lohme schon direkt am Steilküstenrand und nicht einige Meter davon entfernt befindet. Bilder und Artikel sollten aufschrecken. Kein Verantwortlicher sollte beim Absturz des Gebäudes oberhalb des Hafens von Lohme mehr sagen können, ihm sei der ganze Ernst der Lage nicht bewusst gewesen. Daher stand in der Überschrift: „Verantwortliche: AUFWACHEN!!! Diakoniegebäude stürzte bis Redaktionsschluss NOCH NICHT in den Hafen“. Bis Redaktionsschluss der heutigen Ausgabe war das Gebäude noch immer nicht in den Hang gestürzt. Es gab bis zu diesem Zeitpunkt keine dramatischen Bilder in den überregionalen Medien und auch nicht die Meldung in der Tagesschau „An der Steilküste von Rügen stürzte heute ein Diakonie-Gebäude in den Hafen des Erholungsortes Lohme.“ Allerdings fand am 24. November eine Katastrophenschutzübung statt. Das Szenario war realitätsnah. Man ging davon aus, dass oberhalb des Lohmer Hafens der Hang abgerutscht war und es im Hafen Verletzte zu bergen galt. Zweifelsohne ist es richtig, dass dies geprobt wird. ABER warum wird nicht alles getan, um die Katastrophe zu verhindern??? Auf der Titanic sah man den Ausläufer des Eisberges nicht, der zur Katastrophe führte. ABER in Lohme ist zu sehen, wie die Steilküste an das Diakoniegebäude herangekommen ist und zweifelsohne wird das Gebäude in die Tiefe stürzen, wenn es nicht zuvor ordnungsgemäß abgetragen wird!
Ja, die „Rügen-Titanic“ hält Kurs in Richtung Katastrophe. Die Entscheidungsverhinderer auf Rügen und in Schwerin haben bislang immer wieder eine Melodie für ihren nächsten Eiertanz gefunden. Angesichts dessen braucht zur Zeit kein Foto-Journalist Angst haben, dass es nicht zur Katastrophe in Lohme kommt und damit die Geldverdienmöglichkeit mit schlechten Nachrichten von Rügen verschwindet. Die Verantwortlichen in Schwerin und auf Rügen sind auf Titanic-Kurs ODER geschieht nach Redaktionsschluss dieses RÜGANER ANZEIGER doch noch ein Kurswechsel?
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