Abschluss der Baumaßnahmen
Göhrener Schüler lernen jetzt in komplett sanierter Schule
Ostseebad Göhren (sb). Nachdem am 18. Januar 2010 der Startschuss für die Bauarbeiten in der Schule fiel, mussten sich die Lehrer und Schüler der Regionalen Schule „Tom Beyer“ an Handwerker, Baustaub und Lärm gewöhnen. Neben dem normalen Schulbetrieb sollten Flure, Klassenzimmer und Fachräume rundum erneuert werden. In der vergangenen Woche nun trafen sich Vertreter der Gewerke, Bauüberwacher Dipl.-Ing. Thomas Meister und Klaus-Peter Schubert, Bauamtsleiter im Amt Mönchgut-Granitz, zur Bauabnahme im Innenbereich.
Vorbei an den neu errichteten Schließfächern, ging der Abnahmetrupp durch den bunten Flur im Erdgeschoss zunächst in die verschiedenen Klassenräume. Besonderes Augenmerk galt Türen und Geländern im Treppenhaus, dem Bodenbelag, der Heizungsanlage, den sanitären Einrichtungen, der Elektrik und der Einbruchmeldeanlage. Bauüberwacher Thomas Meister und Klaus-Peter Schubert zeigten sich zufrieden. „Wenn die Schüler aus den Winterferien kommen, werden sie eine komplett neue und vor allem jetzt auch wieder ruhige Schule vorfinden“, sagt der Bauamtsleiter. Und auch sauber wird sie sein. Denn der restliche Baustaub wurde noch Ende der Woche von einer Reinigungsfirma entfernt.
„Handwerker werden dennoch eine Weile zum Schulbild gehören. Auch wenn der Innenbereich nun fertig gestellt ist, bedarf es noch der Arbeiten an der Fassade. Momentan werden die Dämmplatten angebracht, dann muss noch verputzt werden. Wir rechnen aber damit, die Arbeiten Ende März zu beenden“, berichtet Bauüberwacher Meister. Ursprünglich war die Fertigstellung der Schule schon zur Weihnachtszeit geplant.
Doch nicht nur über die Kinder sprachen die anwesenden Verantwortlichen bei der Abnahme. Thematisiert wurden auch die Fledermäuse und Mauersegler, von denen das Umweltamt bei einer Untersuchung Spuren vorfand. „Als Ausgleichsmaßnahme für eventuell schon Zerstörtes müssen wir nun noch unter dem Dach 37 Kästen für Fledermäuse und sechs für Mauersegler anbringen, vor allem auf der Südseite des Komplexes, da die Tiere die Wärme lieben. Sehen wird man dann aber nur die Einflugschlitze“, so Thomas Meister. Neben der komplett neuen Innenraum- und Flurgestaltung entstanden zwei Multimediaräume, der Speisesaal wurde vergrößert, die Schulbibliothek umgebaut und auch der Bereich der Schulsozialarbeiterin erweitert.
Die Finanzierung dieser umfassenden Baumaßnahmen konnte neben dem Eigenanteil der Gemeinde aus insgesamt vier Fördertöpfen gesichert werden. 737.480 Euro für den ersten Bauabschnitt wurden aus dem Konjunkturpaket I und dem ILA, der Richtlinie für die Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung, generiert. Der zweite Bauabschnitt konnte mit der Sonderbedarfszuweisung des Landesinnenministeriums in Höhe von 693.000 Euro realisiert werden und der dritte Bauabschnitt, der die Sanierung der Bauhülle und der Außenanlagen inkludiert und mit 569.000 Euro veranschlagt wurde, konnte mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II finanziert werden.
Weitere Fördermittel sollen noch dieses Jahr für die Schulhofgestaltung und die Begrünung des Areals beantragt werden.
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