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Dieser Artikel wurde am 07. Oktober 2009 um 03:39 Uhr in der Rubrik Kultur veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

74 Bewerbungen aus dem In- und Ausland

Binzer Kunstpreis heiß begehrt / 1. Platz für Bernhard Vogel aus Österreich

Binz (ur). Auf dem Foto hält der Binzer Kurdirektor Horst Graf am 2. Oktober im Haus des Gastes den Scheck über 1.000 Euro für Platz 3 bei der Vergabe des ersten Binzer Kunstpreises in der Hand. Ihn erhielt Barbara Kussinger aus Freising für ihr Bild „Gelber Vogel im Brunnen auf der Terrasse am Meer und Lorbeerkranz“. „Schön gelungene witzige Allegorie auf das Thema 125 Jahre Binzer Strandleben“ urteilte die Jury, die die Qual der Wahl zwischen den Werken von 74 Künstlern hatte, die sich aus dem In- und Ausland um den Binzer Kunstpreis bewarben.

Diese große Resonanz war auch mit sehr viel Arbeit für die Binzer Kurverwaltung verbunden. Bei der Begründung für Platz 2 betonte die Jury, dass der Künstler „das typische Straßenleben von Binz“ mit „überzeugender Maltechnik und viel Farbgefühl“ erfasst hat. Gemeint ist das Ölbild „Strandcafé“ von Reza Momen Ashari. Er lebte schon als freischaffender Künstler in Teheran, Tokio, Singapur und Istanbul bevor er diesen Künstlerweg in Deutschland fortsetzte. Ihm konnte Kurdirektor Graf – so wie Barbara Kussinger – persönlich den Preis überreichen, in diesem Fall 2000,- Euro. Das war beim Sieger Bernhard Vogel aus Salzburg in Österreich nicht der Fall, da er nicht anwesend sein konnte. Aber das Preisgeld von 3000,- Euro wird ihm natürlich trotzdem nicht verloren gehen. Zu seinem Aquarell „Binz, Kurhaus mit Kolonaden“ hob die Jury hervor, dass er die „Thematik aus außergewöhnlicher Perspektive... mit gekonnter Aquarelltechnik“ erfasst hat.

„Endlich einmal kein Kurhaus-Postkartenmotiv“, war dazu bei der Ausstellungseröffnung zu hören. Mit der Bereitstellung des Preisgeldes für den ersten Binzer Kunstpreis setzt Binz in einer ökonomisch schwierigen Zeit ein beispielhaftes Zeichen und hat dabei obendrein seine Resonanz im In- und Ausland erweitert. Dazu trug auch bei, dass der Preis über das renommierte Künstlermagazin „Atelier“ ausgeschrieben wurde. Dessen Chefredakteur Bence Fritzsche gehörte der Jury ebenso an wie Christoph Walentowski, der Geschäftsführer der sehr bekannten Walentowski Galerien, und die Rügener Malerin Hanne Petrick.

Die besten 19 Kunstwerke können noch bis zum 31. Oktober im Binzer Haus des Gastes besichtigt werden.

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