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Dieser Artikel wurde am 08. April 2010 um 01:30 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

20 Jahre Partnerschaft mit Oldenburg

Großer Festempfang zum Jubiläum mit zahlreichen Gästen am letzten Donnerstag

Putbus (cs). 20 Jahre Kommunalpartnerschaft zwischen dem Landkreis Rügen und der Stadt Oldenburg in Niedersachsen waren am letzten Donnerstag Anlass für ein Treffen von Politikern und Verwaltungsmitarbeitern beider Seiten. „Das ging damals alles sehr schnell. Von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Vertragsunterzeichnung im Januar 1990 vergingen gerade mal 43 Tage“, erinnerte Oldenburgs 1. Bürgermeisterin Rita Schilling an die Anfänge der Partnerschaft. Sie freue sich, dass die Partnerschaft schon so lange währt. So schnell wie die Partnerschaft seinerzeit besiegelt wurde, so schnell entwickelten sich im folgenden auch die Kontakte der Bürger untereinander. Rüganer waren zu Gast in Oldenburg, Oldenburger besuchten Rügen. Es entstanden Freundschaften, die bis heute Bestand haben. Und – es kamen neue hinzu.

Die Shanty-Chöre aus Sassnitz und Oldenburg beispielsweise können mittlerweile auf zehn Jahre partnerschaftliches Miteinander zurück blicken. Sie nutzten die Gelegenheit, in Putbus gemeinsam aufzutreten. „Das war ein wunderbares Beispiel dafür, dass die Partnerschaft mit Leben erfüllt wird“, sagte Landrätin Kerstin Kassner (DIE LINKE) und verwies zugleich auf andere Bereiche und Einrichtungen, für die die Zusammenarbeit eine wichtige Rolle spielt. So müssten aus wirtschaftlicher Sicht unbedingt EWE und das IT-College sowie die gegenseitigen Präsentationen auf Messen, wie der „Freizeit und Reisen“ in Oldenburg oder der RÜGANA in Bergen, genannt werden. Auch Begegnungen von Künstlern und Schülern würden nach wie vor zum Programm gehören.

Kreistagspräsidentin Gisela Lemke (CDU) hob in ihrer Ansprache noch einen anderen Bereich hervor. „Ganz wichtig war neben den vielen Bürgerkontakten gerade in den ersten Jahren die umfangreiche Verwaltungshilfe, die der Landkreis aus der niedersächsischen Partnerstadt erhielt“, blickte sie zurück.

Oldenburger Verwaltungsprofis hätten den Rügener Kolleginnen und Kollegen beim Erlernen des neuen Einmaleins des Verwaltungshandelns Hilfestellung gegeben: im Gesundheitsamt, im Jugendamt, im Umweltamt, in der Kämmerei, im Hauptamt, im Ordnungsamt - wohl kein Bereich der Verwaltung sei ausgelassen worden. „Der Erfahrungsaustausch und die persönlichen Kontakte mit unseren Partnern und Freunden werden natürlich auch künftig immer wichtig für uns sein“, versicherte Gisela Lemke. So sollen unter anderem erfolgreiche Jugendprojekte, wie Workshops und die Arbeit in einem Jugendparlament, mit neuen Ideen fortgeführt werden. Die Seniorenbeiräte von Rügen und Oldenburg wollen in Kontakt treten und Erfahrungen austauschen. Neue Impulse erhofft man sich ebenso für die Arbeit in Vereinen.

Vorstellbar sei auch, dass beim diesjährigen Rügenbrückenlauf, dem größten Sportereignis in Vorpommern, Starter aus der Partnerstadt Oldenburger dabei sein werden, wie es abschließend hieß.