100.000-ste Besucherin im Kreidemuseum Gummanz
Christa Cross aus den USA als Ehrengast begrüßt
Gummanz. Christa Cross (70) aus den USA konnte es dieser Tage kaum fassen: „Ich bin tatsächlich die 100. 000. Besucherin des Kreidemuseums?“, fragte die promovierte Germanistin in perfektem Deutsch. Manfred Kutscher vom Trägerverein, dem Verein der Freunde und Förderer des Nationalparks Jasmund, nickte und überreichte der überraschten Besucherin einen Rügen-Präsentkorb, gefüllt mit einem großen Feuerstein und versteinerter Auster, mit Heilkreideprodukten und Büchern über die Insel und die hier zu findenden Fossilien. Obenauf ein Rügener Kreidefelsen, ein Spezialkuchen, den sich Christa Cross mit ihrem Mann Richard, einem Anglistik-Professor, und ihren Freunden Margret und Peter Kleinert aus Oberursel teilen wird. Gemeinsam verbringen sie ihren Urlaub in Lohme. „Die Insel ist wie ein Paradies, vergleichbar vielleicht mit Vermont und Maine in den USA“, schwärmte Christa Cross, die 1963 aus Deutschland ausgewandert und in der Stadt Bethesda zu Hause ist. Ihre Freundin Margret hatte den Kreideexperten von Rügen sofort wiedererkannt: „Mit unseren Naturfreunden waren wir 1993 und seitdem regelmäßig auf der Insel“, sagte sie zu Manfred Kutscher und schickte die Frage hinterher: „Das Museum ist ja wohl Ihr Baby?“ Er nickte und antworte lächelnd: „Ja, aber es größer geworden und nuckelt nicht mehr.“ 100.000 Besucher haben sich seit der Eröffnung im Sommer 2005 im Kreidemuseum Gummanz über die Entstehung, den Abbau und die Nutzung des „weißen Goldes“ von Rügen informiert. „Die Besucherzahlen steigen ständig“, freut sich Manfred Kutscher. „Allein im Juni wurden 2539 Gäste gezählt, 600 mehr als im Rekordjuni vor einem Jahr.“ Doch damit stoße das kleine und einzigartige Museum an die Grenzen. Holger Vonberg
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