100 Millionen Worte für die Gäste von Binz
Kurverwaltung feierte zehn Jahre „Haus des Gastes“
Ostseebad Binz (gü). Große Sause im „Haus des Gastes“! Kurdirektor Horst Graf und sein Team hatten am 1. September anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Einrichtung zum festlichen Empfang geladen. Rund 60 Vertreter aus Politik, Tourismus und öffentlichem Leben des größten Rügener Seebades folgten der Einladung und gratulierten dem Hausherren und seinen Mitarbeitern. Horst Graf nannte die damalige Entscheidung der Gemeindevertretung, die ehemalige Gemeindeverwaltung der Kurverwaltung zu überlassen und hier ein „Haus des Gastes“ zu etablieren, eine „weise Entscheidung für ein würdiges Gebäude“.
Der Baustart erfolgte am 12. April 1999, 17 Monate später wurde das „Haus des Gastes“ eröffnet. „Es wurde eine moderne und ansprechende Kurverwaltung für Binz geschaffen. Hier sind die Tourist-Info, die Bibliothek und weitere Räumlichkeiten für die Gäste von Binz an einer zentralen Stelle zusammengefasst worden“, so Graf weiter, der seit dreieinhalb Jahren Kurdirektor in Binz ist. Wurde damals mit 14 Mitarbeitern in der Kurverwaltung Eröffnung gefeiert, sind es heute 24 Mitarbeiter, die dem kommunalen Eigenbetrieb angehören. „Diesen Mitarbeitern will ich anlässlich des Jubiläums ein großes Dankeschön für ihre Arbeit aussprechen“, so Graf.
Der Kurdirektor hatte sich im Vorfeld des Jubiläums die Arbeit gemacht, einige Zahlen aufzubereiten: In den zurückliegenden zehn Jahren sind täglich durchschnittlich rund 500 Gäste im „Haus des Gastes“ begrüßt worden. Dies wären somit 1,825 Millionen Besucher in 3.650 Tagen. Sollte mit jedem Gast durchschnittlich ein Gespräch mit 50 Wörtern stattgefunden haben, so entspräche dies rund 100 Millionen Wörtern, die im Sinne des Gastes und seiner Wünsche gesprochen worden sind, rechnete Graf vor. Mit 103 Brautpaaren im letzten Jahr rangiert der Hochzeitsraum nach dem Rettungsturm an der Strandpromenade auf dem zweiten Platz der Trauorte in Binz. Auch Bürgermeister Horst Schaumann (parteilos) ließ es sich an diesem 1. September nicht nehmen, den Mitarbeitern der Kurverwaltung sein Aufwartung zu machen und für die geleistete Arbeit zu danken.
Er verwies in seinen Worten auf die Ursprünge des Hauses aus dem Jahr 1896 und seine Nutzung als Warmbad. „Ein wesentlicher Bestandteil des damaligen Seebades Binz für die Gäste, die hierher kamen“, betonte er. Die einst investierten rund 4,2 Millionen D-Mark nannte er „klug investiert“ und dankte bei dieser Gelegenheit auch dem Land Mecklenburg-Vorpommern, dass das Vorhaben damals mit 80 Prozent Förderung begleitet hat.
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