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Dieser Artikel wurde am 09. Juni 2010 um 06:50 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

1. Fachtag für HorterzieherInnen in M-V

Freie Schule Rügen war Gastgeber - Dreschvitzer Erklärung unterzeichnet

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Die „Dreschvitzer Erklärung“ wurde von den Teilnehmern unterzeichnet und geht an den Bildungsminister. Foto: Pfaffe

Rügen (apf). Am vergangenen Samstag waren rund 100 HorterzieherInnen unterschiedlicher Träger aus ganz Mecklenburg-Vorpommern an die Freie Schule Rügen in Dreschvitz gekommen, um beim 1. Fachtag für HorterzieherInnen zu ergründen, was innerhalb Ihrer Hortarbeit gut läuft, was schwierig ist und welche konkreten Tipps für Ihre tägliche Arbeit sich daraus ergeben. Dieser Tag lebte vom intensiven Austausch zwischen den anwesenden HorterzieherInnen, denen es so möglich wurde, einmal mehr über den Tellerrand der eigenen Einrichtung zu blicken und festzustellen, welche Probleme gemeinsam zu bewältigen sind. Denn viel zu häufig wird die Hortarbeit stiefmütterlich behandelt. Dagegen wollte man antreten. „Wir haben uns für den 1. Hortfachtag als Veranstaltungsort die Freie Schule Rügen ausgesucht, weil hier eine Hortarbeit geleistet wird, die für ErzieherInnen anderer Einrichtungen ein hilfreiches Beispiel sein kann“, so das Organisatorentrio. Das bestand aus Ute Bendt, Claudia Erler und Leiv Riegenring. Ute Bendt ist pädagogische Fachberaterin und selbständige Dozentin. Sie war fünf Jahre lang Leiterin einer Reggio-Kindertagesstätte. Claudia Erler ist Kommunikationswissenschaftlerin und arbeitet als Texterin, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und als Dozentin. Leiv Riegenring arbeitet als Hortleiter in der Freien Schule Rügen. Er ist staatlich anerkannter Erzieher mit der Zusatzqualifikation Montessori/Reichen.

Am Anfang der „Zukunftswerkstatt“ stand die Diskussion über die gegenwärtige Situation der Hortarbeit. Dabei wurde im ersten Schritt zusammen getragen, was in der Hortarbeit schwierig ist. Im zweiten Schritt formulieren die TeilnehmerInnen Wünsche und im dritten Teil erarbeiten kleinere Gruppen unter Anleitung in Workshops konkrete Lösungsvorschläge, die dann gemeinsam ausgewertet wurden. Im Ergebnis wurde am Ende der siebenstündigen Veranstaltung die „Dreschvitzer Erklärung“ an das Bildungsministerium verabschiedet, die folgenden Wortlaut hat:

„Wir möchten, dass die Hausaufgaben abgeschafft werden, um dem KiföG entsprechend gute pädagogische Arbeit leisten zu können. Außerdem ist es aus unserer Sicht notwendig, den Personalschlüssel auf 1:15 festzulegen.“